Rail & Fly
So, Aufbruchtag! Natürlich im totalen Chaos… Bei der Redaktion ist noch einiges zu ändern, das ganze dauert aber mörderlang, so dass ich erst extrem spät aus dem Frühstücksraum (Zimmer schon geräumt) gekehrt werde ;-)
Ich entscheide mich für den Mittagsfreight in Stari und beziehe da Stellung. Eine kurze Rückfrage beim „Flaggenwedler“ an der östlichen Einfahrt ergibt: Kommt gleich.
Au mann, paralleleinfahrt Güterzug mit Regenfront… aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarg

Und als Bild. Klatschnass danach gewesen… Pfffffffffffffffffff…

Ich warte den Schauer in der Karre ab und geb mir nachfolgend noch den Personenzug bei der Einfahrt, ehe es weitergeht.
Mein Lieblingsmotiv überzeugt heute auch wieder, leider nicht mit Sonne :-/

Einfach immer wieder schön. Da kann man echt Stunden stehen und dem Treiben zuschauen…
So, der weitere Plan des Tages ist etwas diffizil, denn heute und morgen gehen keine Germanwings-Flüge ab Split. Nebensaison halt. Es gilt: Karre am Flughafen abgeben, dann mit dem Bus in die Stadt, ein mal mit der Blöbber nach Percovic und zurück, dann Stadtrundgang, Essen, rumlungern, Nachtzug nach Zagreb, Bus zum Airport und von dort ab heim. Alles klar? Hahhahaha, war auch ein guter Tag rumplanerei ;-)
Karre-Rückgabe klappt jut. Ich überlege mit dem Taxi in die Stadt zu fahren. Aber, hörma! 20 EUR is echt tooo much! Also warte ich auf den Airportbus. Knapp 5 EUR meine ich. Was ich nicht bedacht habe: Keine Flüge -> Kaum Busse. Der Fahrer ist auch reichlich überrascht, dass ich auf einmal da rumstehe… kurz vor der Abfahrtzeit werden werden mal 3 Busse angelassen. Es KÖNNTE ja überraschenderweise noch ein Flugzeug landen – hahaha…
Eine gute halbe Stunde vergeht, inzwischen warte ich nicht mehr alleine. Zu zweit geht es dann im Kleinbus in die Stadt – natürlich!!! mit der üblichen Italotechnodiskohouse-Stampf-Mucke bedröhnt… Einige Leser werden das kennen… Hahahhaa… Au mann…
Am Bahnhof wird erst mal eine Fahrkarte erstanden und die 010 beim Umsetzen beobachtet.

DAS mit Sonne – siehe railpictures.net

Autotransportwagen für den Nachtzug – hatte ich auch erst dran gedacht…

Stille Ölreserve des Landes ;-)

Wobbwobbwobbwobbwobbwobbwobb.

Und feddisch is MEIN Zug :-)

Geilomat, was für ein Soundspektakel bergauf! Ich genieße die Beschallung im ersten Wagen. Der Zug ist recht gut besetzt mit Pendlern, die auch recht frei (aka „romanian sytle“ mit dem Begriff „Nichtraucherabteil“ umgehen. Inklusive Schaffner quarzen zeitweise drei Typen durchgehend im Abteil bis zum Ausstieg.

Fahrtrichtungswechsel in Percovic. Argwöhnisch beobachtet das Personal „den Typen mit der Kamera“, der auch gleich wieder den Zug zurück nach Split nimmt.

Man kennt sich…

Zurück in Split gönne ich mir einen ausgiebigen Stadtrundgang und ein vorzügliches Schnitzel in einem der Tourirestaurants (mit freiem WLAN) und mache mich am späteren Abend auf an den Bahnhof.

Es wird rumrangiert, ich beziehe meinen Waggon (der letzte im Zug) und lüfte erst mal mein Abteil. Steckdose klappt nich – au mann… Egal, dann halt ohne Laptop/handy…
Bis hinter die Bergfahrt bleibe ich noch am Fenster und lausche der schwer arbeitenden Blöbber und flime umher. Schnell schlafe ich ein, werde aber mehrfach beim Umspannen etc wach.
Am nächsten Morgen in Zagreb angekommen gibt es erst mal ein gutes Frühstück. So, wo issn der Busbahnhof. äääääääääääh, zumindest nicht am Hauptbahnhof… Au mann, gut 2 km weiter – ich muss mich durchfragen – morgens um 6 – au mann! – hab ich es dann endlich geschafft und per Bus geht es zum Terminal. Einchecken und dann erst mal.. äh, achso, Batterie laden. Im romanian style stecke ich in Ermangelung eines öffentlichen Steckers etc. eine Leuchtreklame aus und lade mein Handy. Flug ist pünktlich, pickepackevoll mit Eindrücken geht es zurück in die Kälte. Hätt ich doch noch etwas bleiben können :-/

Handy am Leuchtreklamestecker laden – das ist gut! ;-)