Hinundherhochundrunter
Der am Vortage inspizierte östlichere Abschnitt des TGV Est ließ es bereits erahnen – das einige Kilometer westlich liegende Baudepot nahe Ocquerre dürfte nicht allzu viel zu bieten haben. Aber wurscht. Das an diesem Samstag komplett verlassene Gelände beherbergte jedoch mehr als erahnt.

Wie auch in St. Hillaire sorgten auch hier zwei
VFLI-Broddler für Verschub.

Größte Überraschung: Die beiden G 1206 der ETF, die dieser Tage Verstärkung durch zwei Schwestern erhielten.

Das ganze Lager im Überblick: Ein aus deutscher Sichtweise unglaublicher Aufwand wird beim Bau der TGV-Strecken betrieben. Die aus dem Boden gestampften Depots werden nach Abschluss der Arbeiten wieder komplett dem Erdboden gleich gemacht [
Panoramaaufnahme].

Achterbahn I.

Drainage? Beim angetroffenen Wetter (35 Grad und mehr) eher zur Ableitung des Fotografenschweißes geeignet ;-)

Achterbahn II.

Bevor Langweile aufkam, wurde die umliegende Landschaft begutachtet…

Aber es sollte ja eigentlich noch ein Züchli abgelichtet werden… Das kam und kam aber nicht *arg*. Notfalltelefon zum Fahrdienstleiter? Besser nicht, stattdessen ein Ortswechsel an die bereits fertiggestellte TGV Nord-Strecke.

„Ooooooooooooooooooooooooooooooooch, wie süüüüüüüüüüüüüühüüüüüüüß“

Mit unglaublichem Karacho donnern die Züge durch die Landschaft – irgendwie kommt mir das auf der NBS Köln – Frankfurt nie so schnell vor.

Aber nur TGVen sucks. In einem Getreidelager am Bahnhof Nanteuil-Le-Hauduin dient diese „Baguette-Lok“ eines französischen Händlers.

Nachdem auch die langsame Traktion versorgt war sorgten die Superfasttrains für Spaß an der Sache und nervöse Finger am Auslöser.

Jetzt wissen wir auch, wo das ganze Getreide in den Monstersilos herkommt.

Le mu (sprich „mü“) war wie ich gar nicht mü-de zu bekommen.

Auch die „Kanalratten“ konnten gesichtet werden.

Huiiiiiiiiiiiii – bei dem ganzen Auf und Ab kann einem vom Hingucken ganz schlecht werden und mu fiel nach dem Foto gleich erst mal vom Brückengeländer…

TGV-Dimensionen: London, Brüssel, Paris, New York, Rio, Tokyo…

Zum Abschluss noch mal beim Lieblingshändler reingeschaut. Aha, es wurde umrangiert, aber nicht zu unseren Gunsten…

Nicht weit davon entfernt steht einsam und verlassen eine CEM-Rangierlok samt zwei mit V100-Teilen beladenen Flachwagen im Industriegebiet von Mitry.

Zurück in „Le Paris“ wurde adäquaterweise ein Lager „à coté“ vom Gare de l´Est aufgeschlagen.

Ein Abschiedsbildchem vom Folgetag. Gare du Nord. Tschüss Frankreich. Tolle Tour!