Home > Balkan > Kalt, Regen, Schnee – au mann!

Kalt, Regen, Schnee – au mann!

Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, los geht´s mit der Endredaktion des Buches! Irgendwie bekommen Georg und ich es nicht hin, eine gemeinsame, freie Woche zu finden. Schnell wird klar, dass es nur ein verlängertes Wochenende werden wird. Ja, aber wohin dann?

Irgendwie krame ich aus dem Hinterkopf, dass es diese Autoshuttles in den slowenischen Alpen geben muss, die ja auch am Wochenende verkehren. Wir einigen uns schnell, okay, freitags können wir auch noch einen Güterzug mitnehmen. Einige Stunden der Recherche festigen den Wunsch: Wocheinerbahn!!! Auch wenn es dort wegen der Berge recht schnell dunekl wird, aaaaaaaaaaaber: wir wollen ja auch noch arbeiten!

Und es sollte eine Neuerung geben: Ich möchte filmen. Über das Internet finde ich eine Vermietfirma in Köln und ich reserviere mir eine schöne Sony-Cam. [Die eigentlich angedachte Probefilmung am Tag vor dem Start fällt übrigens völligst ins Wasser – statt schönen HGK-movies entstehen nur schnell zum testen ein paar shots vom Balkon – DAS geht ja gut ab…]

Doch dann geht es wie immer los: Wie hinkommen, wo Mietwagen buchen etc.? Au mann!! Ein ganzer Nachmittag der Rumplanung ergibt endlich den Endstand und ein paar Tage später sitze ich zusammen mit 500 Blatt „Korrekturfahnen“ im bekannten ICE nach München. Es folgt das eingeübte Prozedere: Treffen, lachen, Essen bunkern, Bier beschaffen, Schlafwagen entern, lachen, schlafen. Ach, das ist einfach immer wieder schön!

Heute geht es aber schon wieder früh aus dem Zug: In Ljubljana haben wir zur frühest möglichen Zeit – 8 Uhr *sic* – einen Kleinwagen für die weitere Fahrt gebucht. Andere Anmietstationen hatten keine Karren mehr oder hatten sonntags zu. Also: Kurz nach 5 schon wieder Ende der Nacht und raus aus dem Zug.

Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr, kalt ist das! Nun: Zeit totschlagen, denn offen hat hier nikkes!


Eine Französin wartet mit einigen Schwesterloks auf Einsätze. Was der aufrüstende Triebfahrzeugführer wohl gedacht hat, dass bereits vor 6 Uhr da knipsende Typen abhängen???


Es folgt eine Zugausfahrt mit SZ 541.

Tjoa, nü? Wir dappeln über den Bahnhof, Georg genießt zwei Kaffee im verqualmten Bahnhofsrestaurant und irrrrrrrrrrrrrrrgendwie ist es dann 8 Uhr. *freu*. Doch wo ist denn nun diese blöde Mietbude??? Hä??? Mit etwas Fragerei werden wir fündig, die ca 2 qm große „Räumlichkeit“ im Busbahnhofsgebäude haben wir wohl mehrfach übersehen – hihihihihi. Schnell sind die Papiere ausgefüllt und das Gepäck verladen.

Startversuch. Hä? Tut sich niks. Wä? Wir frickeln rum, bekommen die Kiste aber nicht zum starten… Peinlichpeinlich. Nach 5 Minuten kommt der „Büroleiter“ wieder raus. „What´s up?“ „The car does not start“ *rotwerd*. Schnell findet sich der Deppenfehler: Man muss bei der Karre die Bremse treten, um starten zu können. Au mann, wer hat sich denn sowas ausgedacht????

Schon vorher haben wir unsere angedachte Route festgelegt und mit unserem kleinen Flitzer geht es schnurstracks Richtung Alpen. Eine tolle Fahrt über Land – hin und her.


Vor Ort angekommen sinkt die Stimmung schnell. Es ist s.a.u.k.a.l.t. (falsch gepackt, au mann) und regnet nur in Strömen. Ja, das is ja ma kacke… Also allen Zwirn an, den wir haben und in Most na Soci bei der Güterabfertigung unterstellen…


Wir frieren uns einen, albern mit der Kamera rum und nehmen noch einen natürlich graffitierten Triebzug mit. Zwischendurch nutzen wir die Zeit, die ersten Seiten des Buches durchzusehen. Aber: Geil is was Anderes :-(

Au mann, so macht das keinen Sinn! Wir beschließen Richtung Hotel aufzubrechen, da haben wir wenigstens dann eingekauft und können uns dem Buch widmen. Käckstart!!! Wir schauen uns schon mal nach Fotopunkten für die nächsten Tage um, in Podbrdo entschließen wir uns aber dann nicht für den Autozug („DAS Geld sparn wir uns“ – hah!) sondern für die Fahrt über den Pass. Leichtes Spiel – hahahhah… „ou, guck, Georg, eine Schneeflocke – hahahahhahah“.



Wan dann, mit zunehmender Höhe passiert, hat Georg als Beifahrer gut dokumentiert. Mit Sommer(!!!)reifen über den 1.200 m hohen Pass in Schrittgeschwindigkeit. Hahahaha, im Nachhinein, DER Spaß! War es aber ehrlich gesagt nicht. Zuerst kommen uns nur total zugeschneite Autos entgegen, dann nimmt der Schnee immer mehr zu, die Reifen drehen durch und es geht echt nur noch im ersten Gang. Westerwalderfahrung rox!

Doch das Glück ist uns hold und wir können uns an einen Schneepflug hängen. 30 km in knapp anderthalb Stunden, wenn ich mich recht erinnere. Au mann!!!


Überglücklich in Bohinjska Bistrica angekommen wird sich erst mal umgesehen und der Personenzug gefuzzt.


Es folgt die Einfahrt des Autovlak. Was für eine Kulisse mit den dicken Wabberwolken!


Tolle Szenerie mit Stellwerk, super Bahnhof und Blubber!


Geil ist auch, wie die hier verladen. Flachwagen, Laderampe, feddich! Hahhaha, in good old Germany NIE so umsetzbar. Ouooooouou, wenn sich da jemand verletzten würde undundund….


Wir müssen nicht lange warten, da kommt der tägliche Güterzug schon längs. Überholungs- und Kreuzungsaufenthalte lassen genug Zeit für auuuuuuuuuuuuuusgiebigstes Geknipse!


Two blöbbers on one pic – Yeah!


Kaum zu glauben, über die hohen Berge im Hintergrund sind wir geschlittert! Jetzt ist uns beiden klar, warum man hier lieber Zug fährt!


Keine Panik, genug Zeit für Pillers!


Es lässt sich sogar kurz die Sonne sehen und erzeugt bergseitig tolles Geneble!


Meister „Schorsch“ in „hab Acht“-Stellung ;-)


Aber auch ich bin nicht unbeobachtet – hehhehee.


Pünktlich zur Überholung ist die Sonne wieder weg… grrrrrrrrrrrrrr


Blick in die Alpen – IRRE!


Der Autovlak macht sich von dannen, wir wollen ja den Zementzug noch bekommen und bleiben am Standort!


Genau mit der Einfahrt des Gegenzuges kommt die Sonne – S.T.R.I.K.E.!


Und weg isser! Toll!!! Leider wird erst nach der Weiche so richtig Gas gegeben…


Und die Ausfahrt als Bild :-)

So, einkaufen im lokalen Supermarkt und ab ins Hotel – wir haben „Penzion Vila Bistrica“ gebucht. Bei Ankunft wirkt alles etwas wirr. Statt zwei Einzelzimmern bekommen wir eine ganze Familienetage. Was erst Verwunderung auslöst, wird dann zum Spaß! Balkone, Gemeinschaftsküche mit großem Tisch. TOLL! Wir ballern uns mitgebrachtes Essen und ein paar Biers hinein (zuvor keine anständige Kneipe gefunden), schaffen noch eine kurze Korrekturlesung und fallen bald müde ins Bett – auu maaaaaaaaan, what a start! Achso: Heizung ging nur in der Küche – grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

  1. 12. April 2012, 13:38 | #1

    Tolle Stimmung…toller Nebel!

  2. 12. April 2012, 17:30 | #2

    Beeindruckende Kulisse. Und Mann sind die Blöbbers lang! ;-)

  3. 12. April 2012, 21:06 | #3

    Beim Anblick der Bilder dieses Nachmittags friere ich ein halbes Jahr später immer noch ;) Aber klasse war’s!

  1. Bisher keine Trackbacks
Du musst Dich anmelden um einen Kommentar zu schreiben