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Rampensau

Huh? Wo sind wir denn hier? Kein Handyempfang, kein Strom auf der Lampe – ist das hier die Spessartrampe? *tusch*

„Nü glor“ – BREP-JHV und Redaktionstreffen im beschaulichen Dörfchen am Scheitelpunkt. Nach einem ausführlichen Frühstück geht es an die Strecke zur Erwanderung.


Während sich ein paar hundert Meter weiter Hosen wie durch Geisterhand befeuchten sorgte die bergfahrende 01 1066 bei der rechts zu sehenden Gruppe nur für müde Grunzer. ;-)

So, in Laufach angekommen wurde gleich mal der – zumindest mir noch nicht bekannte – örtliche Humor zur Schau gestellt. Als wie uns nicht schnuuuuuuuuuuuuuurstracks nach dem Ausstieg aus dem Zug zum Ausgang bewegen, quäkt es gleich aus dem Lautsprecher „Bitte verlassen Sie sofort den Bahnsteig, der Aufanthalt dort ist verboten“. So ein Stresser. Dazu muss man wissen: Aufgrund niveaugleichem Bahnsteigzugang kommt man nur zu diesem hin, wenn der „Grandmaster“ (aka Fdl) diesen freigibt.

Jedenfalls gibt es noch voll Trara weil sich Ingo mit dem Typen noch enstprechend streiten muss und nach mächtig Gebrülle geht es hübsch abgeregt los in den noch jungen Tag.

Weit kommen wir nicht. Es soll wohl schon der „Schwarzkopf“ im anrollen sein *nervösanderfototascherumfinger*. Ah, den nehmen wir gleich noch mit. Kaum postiert ranzt ein dicker Trucker rum „Hiä könnter nit stähn blaim, hier fahn als naselang Laster lang“. Alles klar! Auf diesem Feldweg. Ist ja richtig gute Laune heute in der Luft.

Ouououo! Von hinten ein RTS-Bauzug mit Taurus und Herkules vorne. Alles knipst gegen die Sonne – doch Obacht!


Zapperlot! Das war eng.


Und wenig später rumpelt es schon wieder. MWB-Kroko neubereift aus Dessau. Ja, das könnt jetzt so weitergehen!

Aaaaaaaaber ganz wichtig: Supermarkt! Und auch hier wieder Spektakel. Ich stehe für das Einsacken eines Flaschenpfands gut 10 Minuten an der Annahme und warte, bis nach mehrmaligem Bimmeln des ebenfalls anstehenden „Kollegen“ endlich jemand angeschlappt kommt.

Wer aber gedacht hat, jetzt wär ich weit abgeschlagen, der liegt falsch. Kollege Hübschen hatte mit einem leiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiicht langsamen und mit fehlenden Geldmengen ausgestatteten Opi geschickt an der Kasse vor sich „geparkt“:

„Zwanzisch vierundneunzig“

„Ah, zehn, fuffzehn, siebzehn“. Sense!

„Haben Sie vielleicht eine EC-Karte?“

[kramt]

[kramt]

*grunz*

[kramt]

[kramt]

„Hier?“

„Nein, das ist der ADAC-Ausweis“

„Ah!“

„Nein, das ist etwas Anderes“

„Dann muss ich etwas zurückgeben“

„Ich hab jetzt schon die Payback-Karte durchgezogen, da muss ich erst alles stornieren und neu einscannen“

[klingelt]

„Storno bitte“

usw… Jedenfalls bringt uns das noch mal 10 Minuten delay…


Egal! Irgendwann war der erste Punkt gefunden und es konnte sich gemütlich gemacht werden.


Dauerte nicht lange: Unser Zug aus Sloe!

Bergauf, Kollegen! Während sich die lokalen Dickies nicht den Hügel rauftrauten (Deppenmotiv von der Straße – komplett ohne Kirche etc) hieß es kraxeln!


Kamen auch einige Weißwürschte. Mahlzeit *brötchenmampf*


Toll gemütlich war´s da und fast zwei Stunden haben wir im Schatten herumgelungert wie wiederkäuende Rinder…


So, weiter geht´s berauf. Ganz schönd Steigung, merkte ich auch so langsam in den Knochen.


Nebenan gesichtet: Bei Flodders im Garten!

Grrrrrrrrrrrrrrrrr, natürlich kam dann Ewigkeiten kein Cargo… Aber den wollten wir auf jeden Fall noch mitnehmen!


Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, kurz vor spätestmöglicher Abgangszeit kam er dann endlich!


Kaum ein paar Meter weiter dann der nächste. Höi, was ist denn jetzt wieder los?

Kurz darauf die Schiebelok. So etwas hätten wir auch gebraucht, denn das Reststück hatte es ganz schön in sich! Zu sehen an der Schneise oben auf dem Bild. Die sind wir nämlich hochgehirscht. Wei! Bei 25 Grad ein ganz schönes Geächze.


Und ein Blick nach unten mit anbzweigendem Schiebelokgleis.

Jui, das war schon klasse! So als MWB-Kroko-Imitator über den Berg! *stolzdiebrustschwell*

  1. 6. Mai 2010, 18:15 | #1

    Huch. Bin einmal von Laufach aus bis Heigenbrücken komplett gelaufen, einmal über den Schwarzkopf rüber. Da war ich 17. Ich erinnere mich gut, dass ich das nie wieder bis zu meinem Tode wiederholen wollte.

  2. Willem ihm sein Urenkel
    6. Mai 2010, 18:17 | #2

    Schöne Geschichten, schöne Bilder! Aber was machen denn die niederländischen (met de geele warnvestjes!!) Fuzzys da auf dem letzten Bild????

  3. 6. Mai 2010, 18:42 | #3

    Jou, die Geschichte ist klasse.
    Ist der beschriebene „Supermarkt“ (TEEGUT hieß der glaube ich… ) unterhalb der Laderampe / Parkplatz vom Bf. Lauffach? Mitten drin, statt live dabei – klasse. :-)

    Zur Spessartrampe muss ich auch mal wieder, aber den Anstieg auf den Schwarzkopff, den tue ich mir nicht an – das Alter halt… ;-)

  4. 6. Mai 2010, 23:49 | #4

    Carsten :
    Ist der beschriebene “Supermarkt” (TEEGUT hieß der glaube ich… ) unterhalb der Laderampe / Parkplatz vom Bf. Lauffach?

    Ja — gibt es denn überhaupt einen weiteren Supermarkt dort? ;)

    War definitiv eine gute Tour, einschließlich Schwarzkopf-Besteigung.

  5. 7. Mai 2010, 03:44 | #5

    Schöne Bilder. Besonders gut gefällt mir Bild 5.

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