Being T.H.
Buchendredaktion steht an! Irgendwie kommen Georg und ich wegen der RegioJet-Züge auf Prag und kurz vorher steht endlich Alles. Aufgrund wochenlang vorher (vsl. wegen Sommerferien) ausgebuchtem Schlafwagen wird dann kurzfristig die Karte „Flug“ gezogen. Knapp eine Stunde in der Luft, das klingt angesichts der noch vielen anstehenden Buchstunden attraktiv :-)

Auf dem Flughafen angekommen ist auch die Hölle los. Fast alle Check-In-Schalter bei Germenwings geöffnet. Professionelle Abwicklung des ganzen, trotz Flugzeugtausch haben wir nur 45 Minuten Verspätung.
In Prag klappt alles doch dann begann (für nur hoffentlich kurze Zeit) meine Transformation zu T.H.. Einige mögen ihn kennen, der Mann, der immer nur gebündelt Pech hat. Dem immer alles schief geht. Wenn bei 500 Dias, die zum scannen eingesendet wurden, eines verloren geht. ER ist dabei. Verlorengegangene Disketten mit Redaktionen etc – ER immer an vorderster Front. Malte wird sich gut erinnern… :o)
Der Reihe nach: Die während des Dänemarkaufenthaltes durchgebrochene Kreditkarte – wir erinnern uns – kommt irgendwie nicht an. Fällt mir natürlich wegen buchbedingtem Stress zu spät auf. Folge: Ist noch nicht da als ich abfliege.

Im Prager Flughafen – hahaaaaaaaaaaaaa, EC-Karte sei Dank, soll Geld gezogen werden. Nasty-$ für die nächsten Tage. Angestellt, Karte rein, Sprache gewählt, PIN eingegeben *schlörp*. Äh? „Karte wurde wegen Diebstahlmeldung eingezogen. Aha, ICH jedenfalls nicht. Okay. Ääääääääääääääh. Gut… Ruhe bewaren.
Erst mal setzen, Sperrnummer raussuchen (sicher ist sicher, obwohl vor und nach mir Leute Geld bekommen), anrufen. Okay. Googlen nach einer helpline. Nach einigen Telefonaten steht fest: Karte kann nur durch den Bearbeiter meiner Hausbank entsperrt werden und der ist erst Montag wieder da. Logo. Okay. Moderne Technik. Sicherheitshalber mal den Automaten knipsen. Unter der angegebenen Helpline geht keiner ran. Ostblock, grrrrrrrrrrrrrrrrr. Tja, wat nu? Zum Glück ein paar nasty-EUR dabei, die ich tausche. Sonntag kommt Georg ja… Oder notfalls müssen andere Kontakte vor Ort gezogen werden. Aber genug Bargeld habbich ja für Essen & Co. Nur nicht für die Hotelübernachtung…
Die Fahrt in die Stadt ist eine Strapaze. Geld sparen, kein Schnellbus sondern Buzz & Metro. Dauert eine gute Stunde, Busse total voll, in den Metrostationen meist 1 Rolltreppenspur pro Richtung defekt. Kein guter erster Eindruck… Aber billig. Knapp 1 EUR für die gesamte Fahrt.
Hoteleinchecken klappt. Ich nutze die Chance für ein weiteres Telefonat mit Mastercard. Okay, trotz durchgebrochener Karte müsste eine Barabhebung möglich sein. Über das Internet finde ich eine Bankfiliale in der Nähe, die samstags auf hat. Vor Ort will man das noch nie gehört haben. Okay, jungz, habbich in Italien und Kroatien schon mal gemacht? Mann stellt sich / ist hilfsbereit aber unfähig Bares zu erzeugen. Naaaaaaaaaaaaaaa gut.
Den Rest des Tages gönnen ich mir, von kleinen Schauern unterbrochen in der wirklich tollen Stadt ganz ohne Knipse & Co. Der Abend gehört dem Buch. Bin gespannt, wie ich mich morgen beim Hotel ausgecheckt bekomme…