love is in the air / amarschlyrik
Sascha Buckow ist Schuld! Der ehemalige Bahn-Report-Kollege und nun auch set 2 Jahren Neu-Lübecker hat bereits mehrfach Bilder der KBS 175 Lübeck – Bad Kleinen geschickt, die Kamerafingerjucken erzeugten.
Dann für Sonntag: BESTES Wetter gemeldet. Gunnar entschied sich für heute anders, Jan konnte nicht, also ging es alleine gen Osten. Ach ja, und die eigentlich über Pfingsten angedachte „Wipperliese“-Tour hatten wir schon vor Tagen wegen „Wetter“ gecancelt.
Jui, das ist ja gleich um die Ecke merke ich. Keine 30 km, schon vor Ort. Mhh, warum war ich vorher hier noch nie? Wetter leider nicht wie vorhergesagt, um 9 ist noch Wolkendecke vorhanden.

Der Kreuzungsbahnhof Menzendorf ist noch besetzt. Leider musste kurzfristig weiter nach links geschwenkt werden, da so ein Wherninguemobil trotz Winkerei meinerseits bis zum „Baum“ vorfährt. Egal, eh kein Licht.

Das Kleinod von oben. Leider geht das Motiv von oben am späten Abend nicht mehr (Büsche!).

Ich wechsele nach Grieben. Wohl wissend, dass Björn da DEN Schuss produziert hat. Ich bekomme nur Teilausleuchtung und kurz vor Zugdurchfahrt stengelt eine Leiter am Ladegleis empor.
Nach Zugdurchfahrt rattert ein VW Passat heran: Es ist ein bekanntes Gesicht von den Heukelbachschen Fototreffs, zu dem ich aber keinen Namen parat hab. Bad Segeberg, Gunnar? Der zweite Mann im Wagen war Volker, Björns Nachbar.
Ich kämpfe mich via Börzow, wo wohl anlässlich von Pfingsten ein großes Dorffest steigt, weiter bis Grevesmühlen. Für Bahnhofsaufnahmen steht die Sonne noch nicht richtig, also mache ich mich weiter an den westlichen Ortsrand.

Geht sicher nächstes Jahr dann wieder besser, der noch niedrige Mais ist jetzt nicht so das Megamotiv.

Mecklenburgs Weiten – gäääääääääääääääääääähn.

Zurück im Stadtkern gibt es erst mal den Brückentelefuzz.

Und dann das angedachte Motiv. Krass, wie sehr das hier schon / noch alles nach Osten aussieht. lost places-Fans kommen definitiv auf ihre Kosten.

Mh, dann ist mit meinem Motivlatein erst mal Ende. Ich mache mich auf Verdacht bis Plüschow, wo ich rund um den Haltepunkt mal schauen will.

Toll! Auch der silberne Bad Segeberger Passat ist wieder da, die Mannen laufen aber eher planlos am BÜ herum *wunder*.

Ich wechsele an das andere Dorfende, da ich mir auch noch das Schloß anschauen will. Mit viel Rumgewandere finde ich sogar für den Ostfahrer ein Motiv mit viiiiiiiiieeeeeeeeeeeeelen Pusteblumen.

Die Schloßanlage ist ein toll restauriertes Ding – genaue Inspektion wir mal einem Familienausflug vorbehalten sein. In einer Lagerhalle residiert wohl ein Lanz Bulldog-Club – ist aber niemand da, also no access. Eine Hinweistafel kündigt „Traditionpflügen“ an, finde dazu aber eher wenig im Internet.

Eine Brücke über die Bahn bei Quaal (Anfahrt ist eine Qual: keine befestigte Straße, setze mehrfach übel auf) ist eher eine Enttäuschung, deswegen mit Blüten und „Oberleitung“.

„amarschlyrik“ – aha, so viel Kunst in dieser gottverlassenen Ecke???

Bahntechnisch werd ich wohl hier nicht mehr aufschlagen. Bei einem ortsansässigen Bauer entdecke ich jedoch viel altes Ackergerät – DAS merke ich mir mal…

In Grevesmühlen ist die Sonne immer noch nicht genug rund, also versuche ich mich mal am Posten im Wald, der recht zugefliedert ist und ätzende Zäune erhalten hat. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

In Börzow ist nun im Dorfkern full *hicks* house, so richtig motivlich werde ich im nahen moorigen Land leider nicht fündig.
Es folgt eine „Riesencurrywurst“ beim lokalen Schnellimbis, folglich bin ich für die zweite Tageshälfte wieder bei Kräften.

Dann endlich Grevesmühlen. Schock 1: Laster auf Ladestraße. Aarg. Okay, nehm ich als Zeitzeugen mit. Betrieblich wird – Schock 2 – aber wohl nur noch ein Gleis genutzt. Somit kommt der 628 weitaus spitzer daher, als mir das eigentlich recht ist. Ob man demnächst mal mit den Stellwerkern verhandeln sollte?

Ich probiere das Bahnhofsmotiv auch noch mal aus, das geht natürlich nun auf dem Gleis dann besser mit Westfahrern.

Grieben reloaded, einfach ein toller Bahnhof! Demnächst vsl. ne Stunde früher, dann ist das Licht auf der Seite besser… Oder im Herbst, wenn die Sonne niedriger steht.

Zurück in Menzendorf wird das 6er am BÜ in den Himmel gereckt. Während ich warte schattet ein Baum jedoch zunehmend die Stellwerksbude zu. Grmph.

Ich tuckere nach Schönberg und dann weiter bis Lockwisch wo mit viel Wanderei dann doch ein Motiv entdeckt wird.

Unendliche Weiten *gähn again*.

In Schönberg ist die alte Szenerie noch vorhanden, wenn auch ziemlich zugeschattet nun. Ganz im Hintergrund die Gang aus Bad Segeberg wieder – pfffffffffffff ;-)

In Menzendorf sind wir dann zu viert, neben den SE-Passat-Fahrern ist dann noch ein „Isch bin da Steffen“ mit anwesend. Viel Gekichere, lustige Runde. Nachschuss von weiter unten mit wenig Schatten.

Und nach Kreuzung von weiter oben von unter den Bäumen.
Die Buben wollen alle nach Grieben, ich eigentlich nach Hause. Nach dem Tanken hält es mich aber dann doch nicht mehr, denn so einen klaren Abend wird man selten haben wenn vor Ort. Ich mache also kehrt und schleiche über die arg wellige route to Grieben. Komischerweise sonst niemand da. Pffffffffffffffffff

Über eine Treckerspur, um keine Ernte zu vermiesen, geht´s bergauf. Tolles Tagesabschlussbild um kurz vor halb 9. Bin vollauf zufrieden!

Noch ein Versuch von etwas weiter unten und leicht telig. Ah, auch das gefällt.
Sooooooooooooo, nun kann ich aber auch mehr als bildlich gesättigt gen Heimat, nä?
Feine Fotos… Nebenbahn hat halt ihren Reiz :-)
Sehr hübsch, aber ziemlich rot… ;-) Ich war auch relativ erfolgreich, wobei bei mir so langsam daherwabernde Quellwolken für kapitale Schäden sorgten und die Lust vertrieben. So wurde aus der Bleckede-Tour eine Runde bei den Museumsbahnen an der Oberelbe mit zusätzlichen Besuchen in Buchhorst und Geesthacht.
Segeberg? Ich weiß nicht. Der Volker war ja öfter mit Björn unterwegs, aber den hättest du wohl erkannt. Keine Ahnung, mit wem der dann rumzieht. Ich kann mich auch noch gut erinnern, wie „der Nachbar“ vor langer Zeit die Knipse an den Nagel hängen wollte, als auf der Strecke Oldesloe-Segeberg die 628 kamen und das ganze moderne Zeug einem ja das Hobby vermiest… ;-)
Nebenbahn??? Auch wenn der Begriff Magistrale Lübeck-Stettin etwas übertrieben ist, für die Klassifizierung als Hauptbahn sollte es schon noch gereicht haben! Ich weiß auch nicht, was da reizvoller ist, wohl eher die unmodernisierte Strecke als die Fahrzeuge.
628! Schöne Ausbeute! (Und relativ gutes Wetter: Im Süden war der Mai bisher, Montagnachmittag ausgenommen, einfach nur grau.)
Schön!!!:-) Viele unabgedroschene/wenig gesehene Motive dabei, äusserst appetitlich umgesetzt. An den letzten vieren hat mein Auge besonderen Spass, weil sie einfach „vielgliedrig“ und abwechslungsreich daher kommen.
@Schorsch: Retroperspektiv hatte ich im Mai im Nordwesten dieses unseres Landes auch nur einen (in Zahlen: 1) Fototag! Grauselig!