Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Zone’

Zonig, zonig, zonig!

10. Dezember 2015

Gegen Jahresende packt mich ja meistens die Reisepanik und so geht es diese Woche auf eine kleine Runde in den Osten. Der bereits mehrfach verschobene Stendal-Termin und irgendwie kam ich mit den Jungs von Redler Service in Kontakt so dass ich spontan noch nach Oberröblingen will. Hab vorher nicht groß geguckt wo das ist, von Stendal ist das aber noch ne ziemliche Ecke zu rattern, wie ich merke. Also den Besuch in LSX auf früh gelegt und tags vorher schon da aufschlagen+ Übernachtung.

Schlussendlich gebe ich mir die Sitzung in Hamburg doch nur am Telefon und start kurz nach 18 Uhr im kleinen Dorf im Norden. Die Bahn meint es in Büchen ausnahmsweise gut und verlängert die Umsteigezeit von sechs um 25 zusätzliche Minuten, die wir mangels „Gebäude“ dann gerne bei 2 Grad draußen verbringen. Uuuuuuuuuuuffffff. Es bleibt einfach der beschissenste Bahnhof, den ich kenne. Zum Glück ist die Umstiegszeit in Wittenberge grade so noch ausreichend und so bleibt es bei 2 1/4 Stunden Reisezeit:

ab 18:30 Ratzeburg – Gleis 1 (RE 21829)
an 18:48 Büchen – Gleis 140

ab 18:56 Büchen – Gleis 1 (IC  2073)
an 19:40 Wittenberge – Gleis 3

ab 20:07 Wittenberge – Gleis 2 (RB 17835)
an 20:45 Stendal – Gleis 4

Vor Ort angekommen gönne ich mir noch belegte Semmeln kurz vor Ladenschluss und dappele in das Hotel. Huh, das war doch weiter als gedacht (nein, Georg, die Blonde ist nich mehr an der Theke wie 2004 oder wann das war…) und dunkel ist’s im Hotel auch schon. Uff! Auf Klingelage wird nicht reagiert, also Telefon gezückt. Schlüssel läge unter einem Blumentopf im Zelt auf der Hausrückseite. Finde ich nicht gleich, also zweiter Anruf. Ah, da! Uff :-/

Gut, dass ich Essen gekauft hatte, Also muss ich nicht noch mal los. Hab irgendwie ein Minizimmer und kann vom Bett aus das auf dem Schreibtisch stehende Laptop bedienen. Uuuuuuuuf. Außerdem scheiße saniert. Knarzende, neue Böden aus Spanplatten, dünne Wände. Nebenan schnarcht jemand laut, ich gucke fern und bastle nebenbei zwei Seiten Zeitung. Um Mitternacht Bubu. Dacht ich. Die Klospülung geht immer wieder an. Dichtung wohl im Eimer. Also den Deckel erst mal mit viel Uuuuuuuurgs demontiert und ganz abgedreht. Uffffffffff!

Ich werde recht früh wach. Blick aus dem Fenster: Raureif. Uh! Und entgegen der „Vorhersage“ bestes Wetter – wääääääääääääääääääääääää?

(Zwangsweise mitzubuchendes) Frühstück ist mies, hier werd ich nicht noch mal absteigen. Ich packe meine Sachen und dappele los. Die Bahnhofstraße hat wohl im Sommer einen remix bekommen und erstrahlt nun im neuen Glanz. Leider wurden gleich die schönen Bäume mit abgefräst, wirkt jetzt etwas kahl.

Im Werk weiß man Bescheid, ich bunkere meinen Rucksack am „Pförtnerhäuschen“. Route wird mit der Begleitung festgelegt und los.


Kleine Auswahl – komplette Liste unter „Kommentare“. PCK V 150.02 erhält eine HU.


Die neunte H3 entsteht.


Und die letzte 203er!


In der Vossloh-Halle u.a. eine G 1000 BB der ECR.


Bei einem heftigen Unfall hat es der HBB 109er das Führerhaus weggedengelt.


Draußen ein paar Loks als Arbeitsvorrat.


212 005 forever.


Beim Schrotti schimmelt 202 674 umher.


Reichlich leergeräumt der Rest. Der Schrotti hat angeblich mit dem Metall aus dem Heizkraftwerk samt Hochbehälter den Kaufpreis wieder reingeholt. Der typ sammelt wohl DDR-Krams in der Verwaltung, hat einen SKL und eine Kö aufgestellt und rattert mit einem Pnzer über das Gelände – hahaha. das Freigelände nebenan – mit Solarzellen bepflastert. Wie ich erfahre das designierte Stadion – hab ich bislang auch noch nicht gewusst…

http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/254307_Bald-fliesst-Strom-aus-der-Nordkurve.html „In weitem Bogen ziehen sich mehrere Meter hohe Wälle, die sich zu einem Oval zusammenfügen, durch das mit hohem Gras und wildem Baumbestand bewachsene Areal. Die Aufschüttungen sind die Reste einer großen Idee: In den 1950er Jahren, als Lok Stendal in der Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, mitmischte, sollte hier ein Fußballstadion gebaut werden. Der Plan scheiterte – ebenso wie in den 60er Jahren die Lok-Träume von der Oberliga.“


Die 16 abgestellten 298er allesamt zerlegt.


Und Nummer acht der H3.


Und das war es schon wieder.


Vom Hotelzimmer aus hatte ich zwei Loks der PRESS gesehen, um die ich mich noch kümmern will.


Tripfeltröpfel.


Gut, dass ich das fischi dabeihab.


Noch eines aus der Serie.

Im Bahnhof angekommen sehe ich grade die 155er der Integro anfahren. Also Spurt. Neeiiiiiiiiiiiiiiin. Reicht nicht mehr. Doch: Zug bremst – ich hinterher. Der Tf gönnt sich eine Thüringer am legendären Wurststand auf dem Bahnsteig 1. CHECK!


Ausfahrt sitzt, bringt mich allerdings um die fest eingeplante Wurst – egal!

ab 10:56 Stendal – Gleis 5 (RB 17559)
an 12:02 Schönebeck(Elbe) – Gleis 3


Kam leider kaum was durch, im Hintergrund möckelte ein Mischer rum. Ich beschließe kurz hinzurennen, 20 Minuten hab ich noch.


Wrrrrrrrrrrrrrrrrrrgggggggggggg, steht blöd, keine Zeit mehr, zurück.

ab 12:38 Schönebeck(Elbe) – Gleis 3 (RE 17767)
an 13:54 Oberröblingen – Gleis 2

Die sonnige Fahrt durch die ZONE! Wahnsinn. 642 648 mit drei Mann auf Führerstand, hatte den Desiro gar nicht so bequem in Erinnerung! Draußen ziehen bekannte Orte durch: Staßfurt mit 100en abgestellten Tragwagen, in Hettstedt die Bocholter mit Mietlok 225 133, Klostermansfeld, in Sangerhausen türmen sich die Abellios. Geil, mussich noch mal hin. Alles noch sehr zonig vom feeling!


In Oberöblingen muss ich nicht weit gehen. Bahnhof völlig verranzt, nervig dröhnenende Autobahn nebenan. Im ehemaligen Bahnstromunterwerk hat Redler Service 2010 Positur bezogen. Der Bruder des Inhabers wohnt um die Ecke, so kam das wohl zustande. Die ganze Anlage war schon entkernt, nun richtet man auch die nördlichen Hallen wieder her.


211 079 hat man für mich vor der Halle geparkt. Eine Gurke mit vielen Fragezeichen. Nach der Ausmusterung in Hagen geparkt, dann verschwunden. Bei den Hammer Eisenbahnfreunden als „V 100 1000“  wieder aufgetaucht – ohne Betriebsbuch natürlich. 2014 mit dem MEH-Aktiven Frank Schwanenberg nach Gotha abgewandert, angeblich im Eigentum eines Motoreninstandhalters aus Bremerhaven inzwischen. Von dem hat sie Redler gekauft. Die DB wird dem wohl nicht mehr nachgehen.


Innendrin die 055 in Aufarbeitung. Einer der fünf Mannen in der Werkstatt muss die Gruben weiß streichen – was der wohl ausgefressen hat ;-)


Die Winterruhe treibt die Maschinchen in den Stall, bis auf vier alle da *Beute*.


Was 25000 ASA können: In völliger Dunkelheit knipsen. Sechs V 100 und ein MaK-Stangendiesel sind in den nördlichen Hallen abgestellt.


Arbeitsvorrat.


Winterpause.


Im Güterbahnhof nebenan der Schrott – und die KEG lebt noch immer ;-)


Geruschel.

ab 15:12 Oberröblingen – Gleis 2 (RB 16368)
an 15:18 Sangerhausen – Gleis 4

Bereits ein Abellio-Talent im Einsatz, sehr unbequeme Sitz wegen extrem steiler Sitzposition. Ufff

In Sangerhausen ist nun ein Stündchen Zeit. Bahnhof im Umbau, also nichts mit Sitzen und Bildbearbeitung. Also beschließe ich Richtung Stadt abzuwandern. Ein Büdchen samt „Omibesetzung“ vor dem Ausgang bietet in Ostmanier Suppen und Co. Ich bleibe bei der Wurst – total authentisch hier. nebenan mümmeln bzwei Abellio-Mannen ein „Hacksteak“. Ich wandere noch in die Stadt hinunter – ein schöner Weihnachtsmarkt (hasse sowas sonst eher) lässt mich verweilen. Ein paar kleine Knöpfe spielen die Weihnachtsgeschichte. Süüüüüüß… Wird Kimi sicher auch mal machen :-)

ab 16:18 Sangerhausen – Gleis 2 (RE 17790)
an 17:40 Magdeburg Hbf – Gleis 2

ab 18:08 Magdeburg Hbf – Gleis 1 (S      1)
an 19:37 Wittenberge – Gleis 2

Kurzer Besuch im EGP-Bw ohne Fotos.

ab 20:18 Wittenberge – Gleis 4 (EC   172)
an 21:04 Büchen – Gleis 4

ab 21:10 Büchen – Gleis 41 (RE 21834)
an 21:29 Ratzeburg – Gleis

 

Zone