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Frank, der kleine Libellenliebhaber

Wieder muss ich früh raus und sitze ab halb 7 nochmals an der Zeitung. Wir starten gegen 8 Uhr und machen am Bahnhof noch kurz Stopp, da das Standardmotiv noch fehlt.

Ebenfalls müssen noch diverse Lokportraits im Bw mit Sonne neu gefertigt werden.

Nach dem Auffüllen der Ölvorräte geht es weiter nach Süden. Bei 35 Grad uns Sonne erreichen wir Praddele, wo man bei IPE groß aufgeräumt hat. Nach kurzer Anmeldung an der Sprechanlage können wir uns ungestört umsehen. U.a. waren die beiden im November 2008 über einen Zwischenhändler nach Italien exportierten ÖBB 2043 vor Ort, die vsl. in Mittelführerstandsloks umgebaut werden.

Nächster Stop ist das ehemalige Gleismac-Gelände in Gazzo di Bigarello, wo noch immer die Denkmallok (O&K 25945) steht. Bei Gleisfrei in Castel d’Ario macht man grade Mittag, wir können aber über den Zaun so einige Loks sichten und knipsen. Das langt uns.

Weiter geht es Richtung Reggio Emilia, wo wir zunächst zum Tonbahnhof Dinazzano fahren. Für mich als Westerwaldfan natürlich toll, da hier der Großteil des Westerwälder Tons umgeschlagen wird. Wir fragen brav und dürfen dann alleine am nördlichen Rand des Geländes knipsen gehen, wo FER 850 005 (mit Tonzug) und FER G 2000 21 ER (leider im Schatten) abgelichtet werden können. FER 850 004 (mit Containerzug) steht ebenfalls im Gelände, die Vorbeifahrt von FER ALn 072 kann ebenfalls verewigt werden. Nordöstlich des bestehenden Geländes wird eine neue Umschlaganlage errichtet, zudem baut man aktuell einen großzügig ausgelegte Straßenanbindung.

Als nächstes fahren wir Reggio Emilia selbst an. Bei CLF stehen eine Greco-Deutz sowie die 16.


Im Bahnhof können noch zwei Belgier (CLF 26 und 28) gesichtet werden, die an einen Trenitalia-Zug zwecks Überführung angehängt wurden.


Westlich des Bahnhofes entdecken wir noch Nordcargo E 483.103 NC, die dort auf einen leeren Tonzug wartet.

Das ex ACT-Bw wird kurz vor 4 angesteuert. Scheint genau die richtige Zeit zu sein. Es ist wenig los und wir müssen nur eine Unfall-Freistellung unterzeichnen und dürfen dann alleine auf das Gelände. Leider steht die rote 216er im Schatten :-/

Besonders der alte Schuppen ist mit so einigen Schmankerln bestückt.

Wir machen uns nach diesem erfolgreichen Besuch auf nach Norden und beschließen, in Guastalla zu übernachten, wo wir morgen Früh zwei V 200-Leistungen abfangen wollen. Unterwegs finden wir eine tolle Stelle nahe an der Station S. Tomaso Della Fossa. Leider haben wir wohl die nordgehende Leistung verpast.


Also wird eine knappe Stunde vor Ort am Wegesrand rumgelungert, Frank steigt größer in die „Libellenfotografie“ ein ;-) Der südgehende Zug wird perfekt erwischt, leider vergeigen wir den Nordgehenden. Shit.

Beim Wenden dann das große Debakel: Auf einer gemähten Wiese fahre ich in eine geschickt mit Gras kaschiertes Abflussloch und *wumms* sitzt die Karre auf und lässt sich nicht mehr bewegen. Eigene Hilfeversuche scheitern, es hilft alles nichts. Verzweifelung. Frank kann einen nebenan arbeitenden Bauer als Abschlepphilfe gewinnen. Der Typ war echt urig, kam auf einem alten Trekker angepöttelt und sah mit seiner stylishen Sonnenbrille aus wie der Opi bei „It´s cool man“. Trotz größerer Verständigungsprobleme kann die Karre geborgen werden, die zum Glück keine Schäden davon trug. Inzwischen ist auch die Sonne unter gegangen und wir fahren gleich nach Guastalla, wo wir einige Zeit brauchen, bis wir das Frank bekannte Hotel finden. Entgegen den Befürchtungen ist es günstig und schnell beziehen wir unsere Zimmer.

Leider nur wenige Essmöglichkeiten gibt die Innenstadt her. Wir wandeln etwas in der schönen aber fast menschenleeren Innenstadt umher und landen in einer Trattoria, die u.a. „Pizza Würstel“ anbietet. Wir entscheiden uns jedoch für andere Geschmacksrichtungen.

Distanz: 300 km
Übernachtung: Hotel Old River, Guastalla (50 EUR)

  1. 15. September 2009, 08:36 | #1

    Diese DE 500 sieht ja komisch aus. Schön das die Henschel noch so gepflegt ist. Irgendwie scheint Italien ja wirklich ein „buntes“ Eisenbahnland zu sein – und ich meine das jetzt nicht wegen den Graffittis ;-)

    Gut das Ihr mit „Opa-Cool“ einen Helfer in der Not gefunden habt… sonst ständet Ihr vielleicht noch heute dort ;-)

    Ich hätte aber gerne mal ein Foto von dieser „Pizza Würstel“ gesehen :-)

  2. 15. September 2009, 09:14 | #2

    Echt, diese Henschel-Stanghendiesel gehören verboten. Ansonsten aber hochinteressante Triebwagen. Die rote Lollo… okay, man kann nicht alles haben. Auf jeden Fall aber hochinteressante Bilder.

  3. 15. September 2009, 18:24 | #3

    Noch mehr Brillen in Italy. Ich glaub ich muß da mal hin……

    In so ein Loch bin ich auch schonmal mit dem Auto gefahren. Da konnte nur noch ein freundlicher Anwohner mit seinen Auto helfen.

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