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Bei FER ist man fair (und lässt uns herein)

Wir sind wie immer früh am Start. Das Hotelfrühstück ist sehr mager, die gleichzeitig an der Rezeption werkelnde „junge Dame“ kommt nicht so gut nach. Also bleibt es bei wenig Nahrung am Morgen.


Wir begeben uns danach zum Bahnhof, wo ein Testbildchen mit FER ALn 081 gemacht wird. Wir nehmen uns dann das am Vortag gesichtete „Bw“ vor, wo einige Güterwagen sowie alte Triebwagen aus der Ferne gesichtet werden können. Nach Auskunft von Paolini soll das Bw Suzzara geschlossen und die Unterhaltung dann hierher verlegt werden. Leider sind alle Tore zu, also bleibt es bei einer Begutachtung von außen sowie ein Bild mit ausfahrendem ALn 2465 in altem ACT-Lack. Für den ersten V 200-Zug platzieren wir uns auf der Brücke nördlich des Bahnhofes.


Als Testbild wird der einfahrende 668 09 ER aufgenommen. Unser schöner ausgefeilter Plan wird leider nichts, denn zuerst berichtet Stefano vom Ausfall von beiden V 200-Zügen, die Bahnhofsbesatzung bestätigt dies. Kacke!

Weiter geht es dann nach Suzzara, wo wir problemlos das Bw besichtigen können. Leider ist die umgebaute FPS V 100 nicht anwesend. Die Anlagen sind äußerst hübsch und schön mit Efeu bewachsen. Schade, dass sie geschlossen werden sollen.

Stefano hatte einen SBB Cargo-Zug im Zulauf auf Poggio Rusco gemeldet. Dort angekommen tut sich nichts in dem komplett umgebauten Bahnhof.


Als Testbild wird ein TAF (Nr 61) der Trenitalia abgelichtet. Wie wir dann erfahren hat der Zug mehr als zwei Stunden Verspätung. Das wollen wir nicht abwarten.


Zwischen der frisch demontierten, alten FER-Ausfädelung Richtung Suzzara und der Scalo Borsario steht eine V 100 abgestellt. Wir machen uns noch dort hin und werden gleich von einem Borsario-Mitarbeiter entdeckt, der uns aber knipsen lässt. Bei der Lok handelt es sich um die ex DB 211 211, die zwischenzeitlich an Orione verkauft wurde.

Wir fahren weiter nach Sermide. Das Bw ist fett mit V 200 bestückt, die zum Glück fast alle draußen stehen. An den alten Schuppen können wir einen Angestellten für eine lokale Führung gewinnen.

Da wir auch in die neuen Hallen schauen wollen, fahren wir mir dem Auto auch dort hin. Ein FER-Mitarbeiter führt uns rund, macht sich dann aber mangels „Bock“ vom Acker und wir sichten noch ein paar abgestellte Fahrzeuge nördlich der Hallen. Auch hier soll heute kein Güterverkehr „gehen“ – grummel.

Über die Landstraße fahren wir Richtung Ferrara, dem dritten FER-Bw heute.


In Bondeno machen wir noch einen kurzen Schlenker und nehmen bei Cargofer die “118” (Greco) mit, alle anderen Loks sind nicht mehr sicher – Verbleib unbekannt.


Kurzer weiterer Zwischenhalt bei Ponte Rodoni zur Aufnahme eines Triebwagens mit schönen Agrarbauten. Leider kommt uns die komplett grüne V 200 mit zwei Holzwagen Richtung Sermide auf der weiteren Fahrt bei Vigrano Pieve entgegen *grummel*. Verfolgung zwecklos, also geht es weiter.

In Ferrara Porta Reno angekommen fragen wir brav im Bahnhof, ob wir zum Bw rüber dürften. Es wird ein Englisch sprechender „Führer“ heranzitiert, der aber keinen Bock hat uns zu begleiten. Nach kurzen Verhaltensregeln dampft er gleich wieder ab und wir können uns nach Belieben auf dem Freigelände bewegen, nur die Halle ist „verboten“.


Krasse Kisten sind die „Tobruks“, die aber alle nicht mehr laufen. Kaum zu glauben, dass die noch bis vor wenigen Jahren im Einsatz standen.


„Mr. Blackberry“ notiert brav Fahrzeug- und Fabriknummern.

Wir suchen noch rund um den Bahnhof nach Motiven / abgestellten Loks und Frank kauft noch ein FS-Kursbuch für mich. Wir entscheiden uns, nochmals an die Strecke Richtung Sermide zu fahren für zwei Züge, die bei Vigrano Pieve aufgenommen werden.


Bei der Motivsuche jage ich den Löffelträger auf – Frank hat die Kamera flink zur Hand.

Anschließend geht es rund 250 km via leider bis Bologna staugeschwängerter Autobahn nach Mailand, wo uns satter Gewitterregen erwartet. Wir finden dank blackberry-google maps den Treffpunkt mit Stefano recht schnell, mit dem wir noch gute zwei Stündchen verbringen, ehe wir losmüssen. Zum Hotel nahe des Flughafens brauchen wir noch eine gute Stunde und erst um Mitternacht fallen wir in unsere Betten. Das Hotel ist deutlich besser wie die Internetkritiken, ich hatte es ja v.a. wegen der Flughafennähe ausgewählt.

Distanz: 600 km
Übernachtung: La Pista, Casorate Sempione (52 EUR)

  1. Frank
    15. September 2009, 07:47 | #1

    Hammer – die 220er!

  2. 15. September 2009, 08:32 | #2

    Starke Bilder. Die V 200 sind natürlich aus meiner Sicht die interessantesten ;-) Aber auch die anderen Fahrzeuge, insbesondere die doch recht befremdlich wirkenden Triebwagen sind klasse.

  3. 15. September 2009, 09:08 | #3

    Hey, einteilige 624er – nicht schlecht. Mir war nicht bewusst, dass die noch so viele V 200er haben. Damit können die ja noch jede zweite Museumsbahn in D versorgen…

  4. 15. September 2009, 18:27 | #4

    eine interessante Fahrzeugvielfalt

  5. 10. Oktober 2009, 00:10 | #5

    Ja, neben ein paar italienischen Schienengeräten, haben sie wirklich noch ein paar (unerwartet viele) Loks – klasse!

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