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Standing on the shoulders of…

Ein Sonntagsausflug im wahrsten Sinne des Wortes (dank Sturmtief und so…).

Prolog: Mitte Februar fragte die Firma Crossrail bei mir Bilder der für P&O gefahrenen Leistung Muizen – Brindisi an. Ein Verweis auf die bereits im web vorhandenen Bilder des Zuges und die aktuelle – eher schlechte – Wetterlage etc halfen aber nichts. Freitag Morgen kam den Anruf, dass sie bis Montag die Bilder bräuchten. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalles klar! Es kam auch ein Fahrplan und Sonntag sollte ich morgens den aktuellen Stand der Lage telefonisch übermittelt bekommen. Flugs den Böttgi gefragt, ob er Richtung Monzen mitwill usw…

Klappte aber dann niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiicht so ganz. Anruf der Betriebsleitung erfolgte eine Stunde nach Plan, Zug eine Stunde VOR Plan und somit zum Zeitpunkt des Anrufes praktisch in Köln. TOLLE Bohne!

PiBi gefragt: „Trotzdem los?“ -> „Trotzdem los“. Und unser kleiner Schumi aus Grimlinghausen entpuppte sich als adäquater Zugverfolger, der selbst auch kurzfristige Spurwechsel auf der Autobahn von „Mitte links“ auf „Abbiegespur“ (5 Fahrbahnen!) ganz leschääääär meisterte ;-)

In Düren angekommen ein kurzer Checkup per Phon: RTB-Autozug muss noch eine Lok aussetzen, Crossrail steht in Dorstfeld. Ah. PÖAFEKT! Na, dann mal auf den Bahnsteig. Und – huiiiiiiiiiiii – nettes Windchen hier. Aber immer wieder aufreißende Wolkendecke – klasse!

Die erste Stunde vergeht, kein Güterzug nach Westen. „Aachen West total zugelaufen mit Zügen“ quäkte es bald durch das Handy. Na, wär ja mal was gewesen, das alles klappt. Crossrailer aus Muizen zwischenzeitlich baustellenbedingt mit mind +180, also lichtmäßig „out of reach“. Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa guuuuuuuuut!

Was dann? Kurzer checkup: Magenknurren. Aaaaaaaaaalso erst mal aufgelastet, was uns später bei zunehmendem Wind die notwendige Bodenhaftung behalten lassen sollte – gell *ggg*.

Da alles noch dauern sollte also erst mal die „Josy“ portraitelt.


Hat da einer der Rangierer Dünnpfiff oder wofür braucht man so eine gigantische Rolle Klopapier auffe Lokken? Unglaublich!

Zurück auf den Bahnsteig. Nichts tut sich, aber doch: Ein grünes Signal!


Au weio, komplett vergessen: Letzter rail4chem-traktionierter Antwerpener heute. Na, Zufälle gibt´s.

Es folgt die übliche Warterei ohne Knips, die Entscheidung, die Gewichtsverteilung nochmals mittels gefüllten croissants nachzujustieren und lustige Festigkeitstests für unsere Kopfbedeckung.

Nach nun insgesamt über zwei Stunden Warterei und der Nachricht „ääääääääähm, dauert wohl noch zwei Stunden“ dann die Entscheidung: Überholbahnhof. Dieser wird auch mittels dem hilfreich-jovialen Google maps gefunden. Doch: Straße endet noch hinter dem Ende des Zuges. Also: 600 Meter durch die Matschepampe. Egal! Zwischendurch teste ich noch mein Gewicht und muss festellen: Bin schwerer als ein im Graben liegender Fuchskopf (he, habbich echt nicht gesehen) *splotsch* – BAH!!!


So, irgendwann bei Steffen und der 593 angekommen werden die benötigten Fotos geschossen.


Voller Einsatz, wie der Herr PB hier auch festgehalten hat.

Mhhhhhhhhhhh, ob man nicht irgendwie auf die ehemalige Müllkippe kommt? Da wir ja eh Zeit haben checke ich ein Tor: offen – TOP!

Aaaaaaaalter! Und der Aufstieg – megaheftig! Es weht uns schier um und man muss ständig Angst haben, dass Kamera & Co davongeweht werden. Sowas habbich echt selten erlebt!


Der Ausblick von oben geht so, denn zwischenzeitlich haben dickste Regenwolken den Himmel erobert. Aber immerhin: erhöhter Standpunkt – standing on the shoulders of a gigantic shit-mountain!

Schnell machen wir uns von dannen und checken noch kurz das RTB-Betriebswerk und die Abstellgruppe am Hbf. Zwischenzeitlich hat sich zur Erfrischung noch etwas Wasser in den Wind gemischt („Gott furzt nicht nur, jetzt pisster auch noch“) und zunehmends vergeht die Lust.


Abschlussfoto des Tages ist der ebenfalls vor sich hin schimmelnde RTB-Autozug. Nass und bocklos streichen wir die weiteren Planungen. Also niks Montzen, nix Aachen. Blöd… Dat muss aber mal bei Wetter gemacht werden – Zapperlot!

P.S.: 17:30 dann die SMS „so, bin grade in Aachen angekommen“ -> rund +300.

  1. 28. Februar 2010, 23:47 | #1

    Die Josy sieht doch fein aus….

  2. 28. Februar 2010, 23:48 | #2

    Held! ;-)

  3. Frank
    1. März 2010, 07:05 | #3

    Na, da hat die alte Mülldeponie doch mal zu was getaugt – schöner erhöhter Fotopunkt von Dorsfeld…. .
    Grüße

    Frank

  4. Bettina
    1. März 2010, 14:25 | #4

    ich mag das „einsatz“-bild! sehr schicke perspektive.

  5. 1. März 2010, 16:28 | #5

    Der auf dem Fuchs tanzt…
    … von und mit Karl Costner. ;-)

    Was man nicht alles für EIN Bild macht. :-)
    Das Bild von ganz unten, das gefällt mir deutlich besser – es wächst kein Mast aus der Lok.

    Josy ist auch klasse im Portrait.

  6. 011100
    1. März 2010, 20:48 | #6

    Was für ein Spezialeinsatz. Und alles ohne Dampflok und Sonne.

  7. 1. März 2010, 21:41 | #7

    Den Fuchskopf habe ich mich nicht getraut zu knippsen… reichte ja eh schon, dass Arni da halt drauf gelatscht ist und es nicht gemerkt hat. Allerdings muss nochmals betont werden: Fuchskopf. Vom Rest war nix zu sehen… ist würde sagen: sauberer Schnitt. ***würg*** Ansonsten lustischer Tach: auch wenn Du sicherlich dank meiner kleinen Michael Schumacher-Einlage von der A1 auf die A4 Panik hattest… (nein, sowas mache ich nicht mehr!!!)… wenns nur nicht so nass und windisch gewesen wäre… aber muss unbedingt wiederholt werden – und dann auch mit Montzen.

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