Sicherlich kein Kaltstart
Bereits um 4:30 geht mein Wecker, es wird noch schnell der Koffer fertig gepackt und 5:30 stehe ich am Bahnhof. Regen, 20 Grad :-( Eine verspätete S-Bahn lässt die eh schon reichlich knappe Ankunft am Flughafen zur Zitterpartie werden. Um genau 6:20 (letztmöglicher Zeitpunkt) checke ich ein, tappe schnellen Fußes zum Boarding und komme genau dann dort an, als die ersten Leute einsteigen.
Der Flug durch dicke Regenwolken verläuft sehr unruhig und wackelig, sind aber pünktlich 8:20 in Wien. 25 Grad, blauer Himmel. Hui!
Mit dem Bus (6 EUR) geht es zunächst nach Matzleinsdorf, wo dann nach kurzem Aufenthalte eine Tageskarte für den Wiener ÖPNV ersteigert wird (5,70 EUR, Schnäppchen). Mit der „Badener Bahn“ geht es dann raus zum ersten Termin. Inzwischen sind es 30 Grad. Unaushaltbar schwül.

Unglaublich aber wahr, hier residiert die WLC. Bin auch erst mal dran vorbeigedappt.

Nach guten zwei Stunden Gespräch geht es dann vollgepackt durch rund 35 Grad Hitze erst mal zum Westbahnhof, um die Sachen einzuschließen.
Roland hatte mir den Tipp gegeben, die mittäglichen Güterzüge ab Donaukaibahnhof abzupassen.

Einigermaßen schattig mache ich es mir unter einer Straßenbrücke bequem. Die WLC steht ewigst lange herum, zwei Züge kommen aus der falschen Richtung. Dann macht sich die V 100 mit einem schadhaften Taschenwagen alleine von Dannen.

Leider wird der Hupac-Zug nach Duisburg auch nicht im Bahnhof übergeben, sondern auf dem Strecklengleis. Egal!

Durch gefühlte 40 Grad dappe ich weiter zum Endhaltepunkt der U3 und unterbreche die Fahrt noch am Palast.

Das übliche Erinnerungsfoto „war da“.

Genau richtig an solchen Tagen: Caramel-Frappucino und double-chocolate muffin. Sitze noch etwas rum und schaue Leute.
Anschließend geht es wieder zurück zum Westbahnhof, wo Schorschi eingetroffen ist. Ebenfalls Gepäckverstauung und Rundgang durch das nahe Viertel. Abendessen mit Salat am Straßenrand und nachgelagerter Kauf einer kurzen Hose für mich im C&A.

Pünktlich sind wir am Gleis, nur hä? Wagen 422, 421, 420, 419, 418, 415… halt! Wir haben 416! Nachfrage ergibt: ganz vorn. Ahaaaaaaaaaaa, direkt in direkter Koppelung an 1116 002, die uns bis Budapest ziehen wird.
Wir klönen noch ne runde und geben die Fahrkarten bei unserer knottrigen, aber hübschen ungarischen Schlafwagenschaffnerin ab. Unser Abteil ist – vsl hat der Zug ganztägig gut in der Sonne gebraten – bestimmt 30 Grad warm. Fenster nur einen Schlitz zu öffnen. URGS. Abteilwechsel („irgendwie ist’s hinten schon kühler“) nicht möglich. Also: aushalten ist angesagt. Frage nach Essen und Co ergibt: In Budapest kommt der Speisewagen. Ah, super. 3 Stunden später… Na, egal, dann vertilge ich erst mal gierig meine in Wien erworbenen Vorräte!

In Budapest nutze ich die Zeit für ein paar Nachtaufnahmen mit der schönen Bahnhofshalle.

Georg besorgt ein paar warme Biers.

Danach ist Bubu angesagt, der bei mir natürlich nach einer Stunde durch „Harndrang“ unterbrochen wird. Nervige Grenzkontrollen in L?kösháza (Ausreise Ungarn) und Curtici (Einreise Rumänien). Einzig die blonde ungarische Fördeschwanzgrenzkontrollörin (Georg „Rumänin, das seh’ ich“ – aaaaalles klar!) ist ein Lichtblick. Danach: pennen!
Hihihi … lustige Bilder! Daumen hoch! Ich hoffe aber der Herr Dr. war mal zwischenzeitlich wieder beim Barbier???
@Willem: Glaube ich nicht… :-)
Was für Blicke auf dem letzten Bild. Ja, genau dieses Bier müsst Ihr verputzen ;-)
Sehr geile Reiseeinstimmung! Werd mir die Tour jetzt vorsichtig dosiert geben!
Auf dem letzten Bild schaut ihr aber etwas bedröppelt, was das Bier sooo schlimm ? Dann habt ihr noch nie bei 33 Grad etwa 25 Grad warmes Mützig-Bier auf der Loire in Frankreich getrunken ;-)
Bin gespannt auf den weiteren Reiseverlauf.
Don Franco, (der gerade rund 4400 km Bahnfahrt quer durch Kanada hinter sich hat…)
Wann geht’s denn mit Romania weiter oder ist der Rest zensiert worden? :-)