Baegueles
Bei einer abendlichen Diskussion mit Mr. Gelsenkirchen himself wurde man aufmerksam auf ein Motiv, das ich noch nie gemacht hatte: westliche Ausfahrt Gelsenkirchen-Bismarck. Hatte der Mister schon gemacht und als Vergleichsmöglichkeit mit alten Bildern aus der Dampflokzeit wurde entschieden: Das muss mal anstehen. Verkehr sollte ja ausreichend sein, Überstunden ermöglichten eine Fuzzung bis kurz nach Mittag und jooooooooooo, also auf!
Wir schon angekündigt zeigte sich die U-Bahn-Station „Trienenkamp“ eher als „Assi-Auslass“ – also besser Kamera nicht zeigen… Vor Ort angekommen fing es natürlich an zu regnen, aber die Motivik sollte ja mal begutachtet werden.

Mh, Blick nach Westen taugt ja schon mal nicht… Egal, erst mal unter der Brücke unterstellen. Zum Glück hörte das Geniesele irgendwann auf :-) Aber kalt wurde mir mit der Zeit dann doch irgendwie.

Ganz gut etwas geboten bekam man schon, die Güterzugdichte wusste zu überzeugen, und NWB fährt ja auch eh da längs…

Kaum wurde die Zugdichte gelobt setzte eine einstündige Cargopause ein, die mit einigen Telefonaten überbrückt und durch die NIAG beendet wurde wurde. Zwischendurch wurde auch bekannt, das der ATCS-Containerzug um einiges verspätet kommen würde („Kran defekt“). Blöde, gibt also niks :-/
Egal. Bleiben wir noch etwas… es blubberte ja im dichten Takt (Bilder erspare ich mal, es kamen einige 232, RBHler, EH, DE, das ganze Programm halt) während meine Griffel nun zunehmend kühler wurden. Rund um de Punkt ist von meinen gymnastischen Übungen der Rasen nun „etwas“ plattgelatscht ;-)

„Wat is ne Dampfmaschin?“. Na, ja, das jedenfalls nicht. Einem aus dem Angertal anstaubenden Kalkzug gleich schleppte der verpeilte Lokführer der 904 das gute RAGodil mit qualmenden Bremsen an mir vorbei und sorgte für eine gute Viertelstunde für „legger Düftchen“ an der Stelle *hust*.
Wenig später gesellte sich „Mr. Hubritsch“ zu mir, der allerdings am Bahnhof Zoo („irgendwo da hinten“) stationierte und für ein kurzzeitiges weiteres „aufbäumen“ der Zugfrequenz sorgte *ggg*.

Tjo, und wenn heute schon kein ACTS-Zug gelichtet werden konnte, sollte es wenigstens der nur leicht befrachtete Kombiverkehrszug ins Rolandland sein, der schon bald eine andere Bespannung bekommen dürfte. Ein schöner Abschluss!
„Seid ihr eigentlich nicht ganz gar gekocht? Ihr nehmt Euch frei und steht bei miesestem Wetter anner Strecke, um drei dusselige Allerweltsloks zu knipsen?“ schrieb man uns aus Duisburg. Jo, warum nich? ;-)
Na ja, jedenfalls gab es zum Abschluss noch lecker Backwerk am „Jelsenkirschener“ Hauptbahnhof. Aber was die in der Auslage angepriesenen „Baegueles“ sein sollten? Besser ma die Griffel von lassen…
Nette Stelle, trotz „K-Wetter“.
Bei einer solchen Zugdichte werde ich immer neidisch. Unsereiner friert hier im Nordwesten „dieses unseres Landes“ (den hab ich schon lange nicht mehr gehört …) 2-3 Stunden für einen privaten Güterzug.
Ja, war ein schönes Heimspiel, samt Vorbereitung und abschließendem Kurztreff am „Asi-Auslass“ (schöne Formulierung). Muß ich mal einem Kollegen sagen, der steigt dort jeden Tag ein und aus. Gerne Wiederholung auch bei besserem Wetter und mit dem Duisburger zusammen. CU. Und Glück auf aus den Tiefen des Reviers!
Da wird sich der Lokführer der RBH 904 bestimmt gewundert haben warum seine Lok heute so schlecht zieht. Ob die wohl eine richtige Bremsprobe gemacht hatten ?