Schnitzelparadies
Es geht nach Osten! Hah, ne, Olaf, niks Polen… Inne „Zone“. Wie immer muss die eigentlich geplante Tour (Rübelandbahn, HSB) wegen der Arbeit umgeplant werden, der Donnerstag entfällt, die Anreise wird auf den Freitag verlegt unter Entfall der Rübelandbahn *grummel*.
Nach einem dienstlichen Termin (demnächst mehr) mache ich mich so langsam Richtung Hotel. Der Bahnhof Halberstadt hat sich wahnsinnig veränder seit meinem letzten Besuch vor fast genau zehn Jahren. Eine fette Brücke nördlich des Bahnhofes lädt zum Verweilen ein und ahaaaaaaaaaaaaaaa, in der Ferne kommt was Eckiges herangebrubbert… Ob das wohl die hvle ist *hoffhoffhoff*?

Nein, es ist die SGL aus Quedlinburg nach Niedersachsen. Graaaaaaaaaade noch so im letzten Licht.

Blick ins VIS und zum Richterschen* LH-Airport-Express (* = Tobias Richter, nicht verwandt, nicht verschwägert)

Tor zum Harz – ja, da werden wir morgen mehr sehen, vom bewaldeten Buckel… *freu*
„Tor zum Harz“ bringt mich auf ein anderes Thema, denn vielmehr sollte es „Tor zum Harz 4“ heißen. Die Stadt präsentiert sich am Freitagabend größtenteils menschenleer und öd. Nach dem Einchecken im Hotel (30 EUR :-), man wird gleich mit „Du“ angeredet) und einem längeren Marsch erreiche ich endlich die historische Altstadt. Rund um den zentralen Platz lungern massig Minderjährige mit Alk herum, sonst ist niemand auf der Straße, die Geschäfte schon alle zu. Irgendwie bin ich froh, die Kamera daheim gelassen zu haben *grusel*.
Für das Stillen des Hungers entscheide ich mich für das „Schnitzelparadies„, das aber just nach meinem Kartenstudium schließt. „bis 23 Uhr“ steht an der Tür, heute, FREITAG!, ist aber schon um 8te Schluzz. Man möchte fast meinen, morgen kommt Herr Rach und räumt hier auf.
Ich wage es, noch weiter in die Stadt einzudringen und muss feststellen, dass woanders, wo „Altstadt“ gleichbedeutend ist mit Lokalen, Remmidemmi, hier absolut null ist. Ich finde „Halberstadts erste Studentenkneipe“ (vsl die Einzige), wo zwei picklige Studis kickern und sogar zwei Restaurants. Ich gönne mir einen Happen und mache mich frustriert auf den Heimweg. 5 EUR pro qm zahlt man hier an Miete. Au mann.
Einsetzender Regen treibt mich zu einer Bushaltestelle – die Straßenbahnen fahren nur bei Tageslicht. Attraktiver Stundentakt um 9 Uhr mit Bussen. Ich habe Glück und erwische eine „15“, die lustig wohl als „Sammler“ kreuz und quer durch die Stadt juckelt. Mit mir als einziger Fahrgast.
Um 11 falle ich müde ins Bett, muss früh raus morgen…
Klingt eher, als wäre Halberstadt nicht „Tor zum Harz“, sondern „End of the world“…
Typische Szeneriebeschreibung der kleinstädtischen Provinz im Osten!
Das erste und das letzte Bild sind Klasse!
Ich glaube in Halberstadt waren wir auch in so einer ominäsen Dönerbude. Oder wo war das, PWP, Malte, Andreas?
Oh Gott, ja, beim Bahnhof?
Ich überlege gerade auch, aber Halberstadt, nee, ich könnte schwören, da bin ich mein Lebtach noch nie gewesen. Die Dönerbude war woanders… Aschersleben vielleicht?
@Andreas
Aschersleben… kann auch sein.
Jau, war Aschersleben. War aber verdammt gut.
Die Beschreibung klingt tatsächlich gruselig. Und das wird bestimmt nicht besser werden in Zukunft …