Prignitz mal ohne rote Brummer
Schon zu Lebzeiten eine Legende ;-) sind die ehemaligen DB-Schienenbusse der PEG zwischenzeitlich durch moderne RegioShuttle abgelöst worden. Eine Bereisung der Strecken der Prignitz samt Standorten der PEG war für einen Tag veranschlagt, der aufgrund der Stausituation am vorhergehenden Tag bereits in Stendal begann. Dies sollte aber eher fototechnisch ein Vorteil sein, aber urteilt selbst…

Das neue Zellstoffwerk in Arneburg-Niedergörne wird ausschließlich von Privatbahnen beliefert. Kaum im Werk angekommen, kam uns auch schon ein Leerzug entgegengefahren, der Dank schnellem Wendemanöver und ausgereiztem Beschleunigungspotenzial des Reisegefährts noch an einem Bü aufgenommen werden konnte. Die an die LTH vermietete W232.06 hatte rund 20 Railtrans-Couplagen am Haken, die in das Erzgebirge zur Beladung überführt wurden.

Wenig später folgten auch die zuvor mit einem Hackschnitzelzug des ECCO-CARGO-Netzwerkes in Niedergörne eingetroffenen Dispoloks ME 26-05 und -11.

Eine imposante Kulisse bildet das 2004 in Betrieb genommene Werk, das auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerkes errichtet wurde.

Endlich in der eigentlichen Zielregion, der Prignitz, eingetroffen, konnte im bekannten Bahnhof von Pritzwalk VT 650.07 der PEG abgelichtet werden.

Als Betriebsreserve ist „Oldie“ T5 in Pritzwalk hinterstellt.

Auf der Strecke nach Putlitz war VT650.75 der PEG-Schwester ODEG eingesetzt, der nach den Inbetriebnahmefahrten in der Prignitz ab Dezember 2004 in Brandenburg zum Einsatz kommen wird.

Gegen Mittag begann der „Krimi“ um den Güterzug Liebenthal – Wustermark der PE Cargo. Gerade in Pritzwalk eingetroffen, wird der von 212 279 bespannte Güterzug um die Schwesterlok 212 314 ergänzt. Mit über 20 Wagen erreicht die Leistung eine beachtliche Länge!

Die Mittagspause des Personales wurde genutzt, um Richtung Kyritz vorauszufahren. Am abgelegenen Bedarfshalt Sarnow lässt sich das weidende Hoppeltier nicht vom hupenden ODEG-Shuttle VT650.72 ablenken. Nachdem gut eine Dreiviertelstunde nach Planzeit noch immer kein Güterzug gesichtet werden konnte führte die Fahrt entnervt wieder Richtung Pritzwalk.

Gerade im Bahnhof angekommen, sorgte der mit rund einer Stunde Verspätung ausfahrende Güterzug für ausgiebige Hormonstöße. Schnell also auf die Überholspur und ab Richtung Kyritz. In der ganzen Hektik wurde die anstehende Überholung in Blumenthal vergessen, was mit einer runden Stunde Wartezeit nahe Kyritz belohnt wurde. Gegen 15 Uhr brummten die beiden Maschinen endlich an den Fotografen Richtung Wustermark vorbei.

Fuzzis fuzzen Fuzzis ;-) Dr. NE bei einer rückenfreundlichen Teleübung auf der Straßenbrücke nahe Kyritz. Das entstandene Foto (auch wenns etwas unscharf ist – arg!!!) will ich natürlich auch nicht vorbehalten…

Hurtig ging es nach dem kleinen Güterzugfuzz Richtung Norden, wo die ehemalige Keimzelle der PEG in Putlitz begutachtet werden sollte. In Pritzwalk kam es dabei zur Begenung eines GTW mit dem Reisegefährt der beiden NE-Experten. Überglücklich über dieses „Event“ wurde direkt mal zu spät ausgelöst *grmbl*

Im alten Putlitzer Lokschuppen nahm die fulminante Entwicklung der PEG ab 1996 ihren Lauf. Heute finden sich auf dem Bahnhofsareal nur noch einige abgestellte Fahrzeuge der PEG sowie eines Museumsbahnvereins.

Die GDT-Triebwagen aus der Fertigung der Schienenfahrzeugschmiede MaK wurden vor einigen Jahren aus Italien reimportiert und zum Teil aufgearbeitet.

Im Anschlussgleis eines Getreidehandels stehen diese beiden Schrottloks abgestellt, die im vergangenen Jahr von der IPC in Calbe/Saale erworben werden konnten.

Auch dieses SEV-Vehikel ist in den Unternehmensfarben lackiert.

Weiter ging die Fahrt nach Meyenburg, wo die PEG eine neue Werkstatt eingerichtet hat. Auch zwei der ehemaligen „Lufthansa-Express“-Fahrzeuge sind dort in erbärmlichem Zustand hinterstellt.

2002 erfolgte der Reimport von 20 ehemaligen V200.1 aus Griechenland. Zwei Maschinen stehen weiterhin in Meyenburg hinterstellt. Die aufgebrachten Anschriften erinnern an die Einsätze in südlichen Gefilden.

Die viergleisige Halle in Meyenburg wurde 2003 umfassend modernisiert. VT 650.08, 04, 72, 05 und 07 (v.l.n.r.) waren am Abend des 20. September vor der neuen Instandhaltungswerkstatt abgestellt.

Oha, mad dudes. Selbstknips der wahnsinnigen Bahnfuzzis ;-)