Volle Ladung
Nach zwei anstrengenden Messetagen sollte der letzte Tag der Tour für einen weiteren Besuch des ALSTOM-Werkes in Stendal genutzt werden, dass beim vorherigen Besuch aufgrund von schlechtem Wetter zumindest im Freigelände etwas zu kurz gekommen war. Auch dieses Mal überzeugten Gastfreundschaft und Fachkompetenz, doch das Wetter baute recht schnell ab. Bei der weiteren Fahrt Richtung VPS wurde es dann noch regnerisch und die „volle Ladung“ hatte nicht nur der Güterzug zu bieten, sondern sie kam auch vom Himmel heruntergeprasselt.

Schönstes Bild des Tages war mit Sicherheit 204 012 der PRESS, die vor den denkmalgeschützten Hallen des Werkes in der Sonne posierte.

Auf dem ganzen Werksgelände standen zahlreiche Loks des Typs V100 abgestellt. Darunter befanden sich auch einige ehemalige Maschinen der insolventen EBM Cargo, die nun auf weitere Verwendung warteten.

Im Werk werden nun auch Inbetriebnehmen und Instandsetzungen an Triebwagen des Typs LINT aus der Fertigung des Schwesterunternehmens ALSTOM LHB durchgeführt. Ein verunfallter LINT 41 des niederländischen Operateurs SYNTUS war einige Tage zuvor auf Tiefladern angeliefert worden.

Im internen Werksverschub wird eine Lok des Typs V22B eingesetzt.

Neue Powerpacks standen bereits für den VT 520 der NWB bereit.

Die DB Regio erhält für den Rangierdienst in Nürnberg fünf vollmodernisierte V100. Ein erstes Exemplar befand sich am 23.09. mit 202 651 in der Fertigung.

Als Arbeitsvorrat für die Lokschmiede sind rund 40 Loks in den Güterbahnhof ausgelagert.

Nach Abschluss des ausgiebigen Werksrundganges sowie einem leckeren Mittagsmahl in der Kantine wurde noch ein kurzer Zwischenstopp im Bahnbetriebswerk eingelegt, wo zahlreiche abgestellte „Eiterbeulen“ auf eine weitere Verwendung warteten.

Glückstreffer: G1206-SP-021 der SLG überführte am frühen Nachmittag eine Kraneinheit der Muttergesellschaft durch den Güterbahnhof Stendal.

Professionality rules! Die gesammelten Daten werden sogleich von Dr. NE in das mitgeführte Notebook eingegeben. ;-)

Was nun? Kurzfristig wurde ein Besuch der VPS beschlossen, doch sorgten immer dichter werdende Wolken für Besorgnis. Eine langwierige Suche des Übergabebahnhofes „Beddingen“ (dieser wurde mehrfach umrundet…) ergab eine anstehende Zugfahrt auf das VPS-Netz, die von einer Straßenbrücke aus bei strömendem Regen aufgenommen werden konnte. Jetzt aber nix wie weg.