Lasagne
Es geht los, es geht los, es geht los!!! Juhuuuuuuuuuuuu! Um 6 Uhr rappelt nach kurzer Nacht und mehrmaligem Aufwachen wegen Nachbarparty-bedingter Geräuschkulisse der Wecker. Ein letztes Checken der Utensilien, Frühstücken und rüber zum Bahnhof.

Neu im Thalys: Anzeige, wo man grade ist. Jau, gefällt!
Ja, wohin geht es eigentlich? Das Ziel ist Nordspanien, wo ich mit Georg (Ringler) zusammen die schmalspurigen Strecken der FEVE sowie einige Häfen abklappern will. Damit das nicht nach Urlaub klingt muss nebenbei die Endredaktion für „Europäische Bahnen“ fertig gestellt werden. Also nochmal: DAS IST KEIN URLAUB ;-)
Die Planungen ziehen sich über einige Monate. Fahrpläne müssen besorgt werden, Fotostellen gesichtet, Routenplanung etc. Georg hatte die Idee, doch mit dem Zug zu fahren. Eine super Sache, wie wir feststellen. Hin-+Rückfahrt zusammen für uns beide für unter 800 EUR – sogar erste Klasse (2. nicht wesentlich günstiger). DAS ist klasse! Mit dem Verlag ist schnell ein Budget ausgehandelt, also buchen wir Zug+Minimietwagen+das erste Hotel und aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaab geht’s.

Ein kluuuuuuuger Schachzug ist das neue Bewirtungskonzept: Es werden keine kompletten Essen mehr ausgeliefert, sondern die Stewardessen gehen rum und man muss aussuchen. Folge: Scham & weniger Verzehr. Denn wer nimmt schon 5 Brötchen… Auf der Hinfahrt zeige ich mich génant, auf der Rückfahrt mache ich dann die Fräse ;-)
Am Pariser Nordbahnhof laufe ich pünktlich ein, der kurze Weg zum Ostbahnhof ist schnell geschafft.

Bis Georg ankommt knipsele ich etwas herum.

Bunte Parade.

„DB vs. SNCF“ – Wird sicherlich mal in der Zeitung gedruckt.

Da kommt der Schorschiboy an.
Der ist wie immer perfekt vorbereitet und hat Metrotickets schon im Zug gelöst. Ah, grrrrrrrrrrr, also anstehen nur für mich. Der ganze Bahnhof ist etwas verwirrend aufgebaut, wir finden die Metro nicht sofort.
Die weitere Fahrt bis zum Grenzbahnhof Hendaye geht ab Montparnasse. Da noch genug Zeit bis zur Abfahrt ist werden die Reisevorräte mit feinstem französischen Backwerk aufgefüllt. Der umgebaute TGV sieht innen (Bilder leider keine gemacht :-/) gut aus, aber alles ist eng und es gibt definitiv zu wenig Stauraum.
Die Fahrt geht schneller von Statten als gedacht und besteht aus einem Mix von Reden, Lesen, Buchtippeln und Kichern.

Um kurz nach 20 Uhr sind wir angekommen. Reichlich wenig los hier, die Halle eingerüstet. Erinnerungsfoto und ab zur nahen Euskotren-Station. Tickets sind schnell gelöst – tolle Automaten (Bild folgt).

Ich habe Hunger und lese glatt „Lasagne“ als Zugziel. Für unsere beförderung ist der recht neue CAF-Zug 901 bereit. Wenig später geht´s erstmals für Georg und Arne nach Spanien.
Die neuen Züge sind richtig klasse. Zwar auch sehr viel Plastik, aber sehr schön aufgeteilt, Sitze soweit bequem und übersichtliche Anzeigen.
Unser Ziel ist heute San Sebastian, wo ich strandnah im Hotel Zaragoza Plaza reserviert habe. Vom Bahnhof ist´s dann doch recht weit, das Hotel dann doch eher 3. als 2. Reihe, egal!

Preislich okay, aber ein Zimmer – aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarg! Siehe Punkt. Extrem viele Ecken, aber sonst okay.
Nach kurzer Pause geht´s ne Runde in die Stadt auf der Suche nach Verköstigung. Tolle Stadt, aber praktisch keine Lokale auffindbar. Wie kann das sein??? Also niks mit „typisch spanisch essen“ wie eigentlich geplant. Letztendlich erreichen wir völlig ausgehungert eine Art Pizza-Lieferservice mit Publikum, das meist max halb so alt ist wie wir. Niemand spricht Englisch (ist in fast ganz Spanien so), mühsam kabeln wir unsre Bestellung durch und erwerben ein Set Biers.
Der passende und gelungsten Tourauftakt (Dienstreise, kein Urlaub, wir erinnern uns ;-) findet am nächtlichen Strand statt bei Pizza und San Miguels. Mannomann, wir sind in Spanien! Wie geil!
Stolz will ich meinen GPS-Log des Tages auslesen. Oh, war gar nicht an. AU MAAAAANN!
Thalys ? Bei mir heißt das Ding „Aktenköfferchenszug“, zum Reisen mit großem Gepäck ist der Zug jedenfalls nix.
Handel doch bei der nächsten Dienstreise noch Sponsoring by ergo aus… Natürlich nur dienstlich… ;-)
Lasagne? Spanien? Ist ja fast so schön wie: „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“ :-)
@Frank G.
Hahaha, jaja! Aber mit Schloß kann man das Köfferli ja auch gut im Vorraum anketten.
@Jan
Budapest war ich ja schon – höhö
@Andreas
Geeeeeeeeeenau :-)