Vorgezogener 13.
Blick aus dem Fenster: BESTES Sonnenwetter. Da kommt doch gleich Freude auf. Wir lassen es jedoch jemöööööööööööötlisch angehen und gönnen uns erst mal ein ausgiebiges Frühstück.

Da wir noch einige Zeit bis zum Zug haben setzen wir uns am Haltepunkt auf das Bahnhofsbänkli. Ich tappe schnell über die Gleise und nehme unseren bergwärts fahrenden Zug noch auf.

Mangels geeigneter Straßenanbindung wird das Bähnle auch zur Post- und Paketbeförderung genutzt. Klasse!

In Myrdal angekommen gibt´s erst mal nen kurzen Zwischensnack und Beinbewegung…

Warich bestimmt nicht zum letzten Mal…
Pünktlich fährt unser Zug ein, der Waggon (juhuuuuuuuu, lokbespannt!) ist schnell gefunden und der tischlose Tischplatz (grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr) durch einen glücklichen Zufall für die Familienzuführung einer Asiatensippe gegen einen Reihenplatz getauscht :-) Recht zügig geht es Richtung Oslo, die tolle Aussicht genossen und den Speisewagen beehrt.
Doch dann: FULL STOP. Nanü? Durchsage zweisprachig, kein üsseliges „wir bitten um…“ und „sänk you for“. Angenehm. Nach kurzer Standzeit („Stromprobleme“) geht es weiter, doch der Halt im nächsten Bahnhof kommt mir schon verdächtig lang vor. Egal, es ruckelt, weiter! Schon bald wieder: HALT. Och nö! Nach Aussage des Personales gibt es Probleme mit der Stromversorgung.

Es geht nochmals kurz weiter, in Al ist aber Sense! Mein Wunsch nach einer Abschleppaktion mit einer Class 66 oder Nohab werden leider nicht erfüllt.

Stattdessen broddelt Zwovierzehn (solche Fahrzeugnummern wünsche ich mir bei uns auch mal!) los, es soll angeblich SEV geben. Naja, OK…
Busse sind dann doch schneller da als gedacht und es geht los. Nach kurzer Fahrt dann die Nachricht: SEV bis Oslo. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Na, gut, dann gute 2 1/2 Stunden im Buzz… HATED IT! Eng, zu warm, laptop liegt im Koffer unten, kein Speisewagen! Immerhin die Strecke mal von „außen“ gesehen…
Mit rund 90 Minuten erreichen wir Oslo, wo wir zunächst das Quartier (My city home, sehr zentral!) beziehen und dann die wegen der starken Verspätung zur Rückerstattung anstehenden Geldflüsse in ein leckeres Essen im Cafe Cathedral investieren, das uns die dusselige Bedienung auch noch zum fast halben Preis serviert (erst später gemerkt).
War wohl generell ein dödeliger Tag. Im DSO-Auslandsforum berichtete man: „Ja, und die Ankunft mit der Garnitur des Gegenzuges war in Oslo dann mit 4 h Verspätung. Wer von den Reisenden zufällig Richtung Lillehammer wollte, hatte dann erneut Pech. Der Zug wurde mit 5 Minuten Übergang zwar erreicht, stand dann aber noch eine geschlagene Dreiviertelstunde im Bahnhof, da eine Signalstörung in Lillestrøm den Verkehr lahmlegte. Und morgens hatte schon ein Lkw mit Bagger die Oberleitung auf der östliche Östfoldbahn mitgehen lassen. Ein ganz normaler Tag….“
Der weitere Verlauf der Rückreise ist unspektakulär und praktisch mit keinen Fotos gesegnet… Wir landen am Freitag, den 13., pünktlich und ohne Probleme wieder in Düsseldorf :-)