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Der Engel von Leuna

18. September 2015

Die Nacht verläuft nicht gut, ich wache ab 3 Uhr jede Stunde auf :-( Auch im fernen Giesensdorf ist wohl keine gute Schlummerei angesagt. Um 6 schaue ich erstmals raus.


Mh, noch dunkel. Zudem hat sich die Wetterprognose von „Pralle (Sonne) wie auf Malle“ auf „so lalala“ korrigiert. Ich drehe mich noch mal um.


Um 7 ist es schon heller, links deutlich die herrannahende Wolkenpest zu erkennen. Rechts übrigens dank SEV der zuglose Gleisblick.

Frühstück ist gut und reichlich. Untypischerweise muss ein Kaffee meine Körperfunktionen beschleunigen helfen. Und ab geht’s auch schon zum Bahnhof. Hui, recht warm – gut, dass ich die dicke Jacke daheim gelassen habe…


Leider schon Schatten hier :-/


Da noch genug Zeit bis zum Termin gucke ich in Großkorbetha vorbei, wo SBB Cargo International ES 64 F4-102 mit BASF-Shuttle auf Weiterfahrt wartet.


IL 207 schubst einen Leerzug ins Raffineriegelände.


Und DB schimmelt rum – kurzzeitig gab es Sonne. In der Abstellung stehen alleine fünf silberne Akiem-PRIMA. Zeit reicht aber nicht für’s Hinlaufen.


Zurück in Merseburg wird zur Straßenbahn gewechselt und an der opulenten Station nahe Haupteingang Leuna der Zug wieder verlassen. Der Opi mit Klapprad musste einfach mit auf’s Bild.


Uuuuuuuuuuuuuuuh, was kommt denn da?

10 Uhr, ich muss los. Es gibt zunächst eine Rundfahrt durch das Riesengelände – 1300 Hektar!!!


Ich werde bei den Werksbahnern abgeladen. Die Emma macht sich gut vor deren Gebäude.

Nach illustrer Gesprächsrunde – schade dass ich es nie zu Lebzeiten des jüngst verstorbenen Logistikchefs Matthias Schrecker hierher geschafft habe – den fand ich immer höchst sympathisch!


Rundgang durch die Werkstätten – hätt ich mir zu Gunsten einer ausgiebigeren Knipselage durch die Werksgleise etwas zügiger gewünscht, aber egal.


Kesselwagenwäsche.


Ein paulsenierter Mog – wo findet man bei denen die Fabrikschilder???


Vorratsgleise.


Geeeeeeeeeeenau da war ich.

Erneute Runde über die Anlagen. Keine Loks so angetroffen, dass man sie hätt ohne Probleme knipsen können. Zu weitläufig das ganze zudem… Mittagspause mit der Bahncrew und „Köriwurstphommes“ vonne Imbiß um die Ecke.

Um 13 Uhr schon wieder Aufbruch – Festivitäten. Wir laden noch eine Zonenstute (Claudia Graßhoff) als „Sahnehäubchen (O-Ton) bei und ab geht es erneut quer durch das Gelände.


Achso. DER Anlass mal hier zu sein. Michael Engelhardt (aka „Engel“) kenne ich nun schon 15 Jahre. Als ich bei der eurobahn jobbte wurde der ex PEGler GF der Tochter „Freiberger Eisenbahn“. Wir verstehen uns ganz vorzüglich. In 15 Jahren habe ich es nie nach Freiberg geschafft, aber immerhin in der seiner zweiten Dienstwoche in Leuna gleich schon hierher – hehehe


Das gab es zu feiern: Brückenneubau mit 3 statt 2 Gleisen oben drauf.


Nebenan brummen die REs mit Taurusbespannung längs. DB Regio ist in Mitteldeutschland echt auf der Loserstraße…


Ahaaaaaaa, wie bestellt kommt die nagelneue 601 zum Einsatz.


Breeeeeeeeeeeeeeeemsen…


Portraitstop. Eine Geilokiste!


Grinsebackenbanddurchschneider.


Ich nutze die Chance zum Rumspacken.


Paraaaaaaaaaade! Jetzt das 6er mit hier – DAS wär’s!


Noch mal anders konstelliert.


Aaaaarg, zu spät bemerkt…

Nun aber schnell die Buffetfräse gemacht!!! U.a. wird in der Runde moniert, dass man sich angesichts des zusätzlichen „Ausziehgleises“ schon was Anderes erhofft hätte als den schnauzbärtigen Landrat ;-)


Die Jungs setzen mich in Großkorbetha ab, wo am Bahnhof nun ein Duo aus rheinischer Heimat abschimmelt.


Dieser Franzose wartet auf seinen Schwefelzug.


145 084 ist aktuell echt die häßlichste Traxx around. Abblätternder Lack etc lässt wirklich nicht darauf schließen, dass die HU erst kürzlich erfolgte – aaaaaaaaarg.


Erinnerung an den KEG-Gründer „BvE“ werden wach. Wie es hier wohl aussähe wenn es sein „Imperium“ noch gäbe?

Die Heimfahrt eher „ächz“. Mit der verspäteten RB bis Merseburg. Dort werden wir in einen uralten Reisebus verfrachtet und von einem Rentner gen Halle „geschneckt“. Meinen IC erreiche ich grade noch so. Kann also kein Essen bunkern – grrrrrrrrrrrrrr. In Magdeburg schneller Wechsel in den RE nach Uelzen. Erneut kein Essen.

Auf Strecke werden wir mehrfach angehalten – eingleisig wegen Baustelle. Schnell haben wir +15 – der Anschluss in Uelzen somit gefährdet. Die Schaffnerin ist klasse und rät zum Umstieg in Salzwedel in den IRE gen HH.

Zwar verschafft mir das in Salzwedel Zeit für eine Freßbudensuche, aber das is ja so rotten da, keinerlei Geschäfte rund um den Bahnhof. Also mit Magenknurren zurück auf’s Gleis. Der IRE voll und keine 1. Klasse. Ich lege ein Nickerchen ein. Schwäche durch Unterversorgung stellt sich ein ;-)

Umstieg in Lüneburg klappt grade so, dass beim Mäkkes zwei „Cheesies“ gegrabbt werden können. 20:30 endlich in Razzi!

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