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Hin-und-her-Verkehr – we want mehr

Heute wird der Reisebericht sehr bildlastig! Zeitig brechen wir morgens auf, denn die Sonne soll wieder kommen :-)

Von gestern kennen wir ja schon den Supermarkt, wo wir gleich Zeugs für heute bunkern. Georg bekommt seinen Morgenkaffee und wir krümeln eine Runde das Auto mit frischem Baguette voll.

Erstes Ziel auf dem Weg Richtung Hafen ist eine Überführung nicht weit weg. Leider ist noch nichts von der angekündigten Sonne zu sehen. Grrrrrrrrrrrrrrrrrr. Zudem haben wir den Fahrplan falsch gelesen und natürlich den Zug um einige Minuten verpasst. Doublegrrrrrrrrrrrrrrrrr


Da wir den angedachten „Schuss“ später noch besser hinbekommen verzichte ich jetzt auf das Morgenbild. Die FEVE betätigt sich wohl auch als Immobilienhändler. immerhin ein recht nettes Bildchen am noch recht kalten Morgen mit Renfe-Zug sowie Stahlwerksaccessoires im Hintergrund. Dazu jedoch nachher mehr.


Die erste Runde führt uns wieder in den Kohlehafen, wo die FEVE einen Güterbahnhof unterhält. Dieser bildet u.a. den Puffer für die im Hafen beladenen Kohlezüge, von denen es ja reichlich geben soll. Diese gelangen zum im Hintergrund zu sehenden Kohlekraftwerk sowie mit größeren Dieselloks weiter Richtung Landesinnere. Neben den Schmalspurgleisen gab es früher auch eine Breitspuranbindung dieser Ecke, rechts noch zu erkennen.

Auch in den kommenden Tagen werden wir mit den Ferngüterzügen Pech haben. Nie gesichtet. Ob die nachts fahren? Keeene Ahnung. Loks treffen wir bei den vielen besuchen in Aboño Gbf außer dem lokalen Verschieber nie an. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, gab doch so viele Bilders im Internet???


Interessant und verwirrend übrigens die ganze Belieferung des Kraftwerkes sowie die Architektur des Kohlehafens „El Musel“. Dazu ein kleines Übersichtsbildchen. Rechts der rote Kreis ist die Umladung vom Schiff. Dort werden auch die FEVE-Kohlezüge beladen. Da der eigentliche Kohlehafen außerhalb des ehemaligen Hafens hinter einem Berg errichtet wurde führen mehrere Straßentunnel auf die andere Seite (Grün). Für die Schmalspurbahn gilt Gleiches, aber auch zwei Förderbandstraßen (je eine für Erz und Kohle) wurden durch den Berg gebohrt. Für die Kohlelagerung existieren zwei Lagerplätze (Orange), die Umladung auf Breitspurgleise erfolgt am südwestlichen Ende (Türkis = u.a. auf Renfe und Comsa; Blau = ArcelorMittal Siderail). Beim gelben Kreis befindet sich der FEVE-Güterbahnhof samt Einsatzstelle, das Kraftwerk ist mit dem lila Kreis gekennzeichnet. Das Ganze in Google Maps für Interessierte.

Alles klar? Hehe ;-) Was aber generell verwirrt: Das Kohlelager des Kraftwerkes ist ja mittels Förderband an den Umladekai angeschlosssen. Parallel werden aber kurze Shuttlezüge Kai – Kraftwerk von der FEVE gefahren. Was auch immer das soll. Haben wir nicht herausfinden können…


Blick Richtung Norden – hier gab es früher Gleise mit mehreren Spuweiten.


Der recht leer geräumte Erzlagerplatz, der Turm hinten in Bildmitte ist die Verladestation auf die ADIF-Breitspurgleise. Standen auch massig die bekannten grünen Renfe-Kohlewagen herum. Fahrende Züge haben wir hier aber nie gesehen.


Der ganze Hafen ist mit dem obligatorischen Kohlestaubüberzug versehen. Klasse!


Wir platzieren uns am FEVE-Haltepunkt um einen morgendlichen Zug nach Gijon abzupassen. Ah, Licht noch nicht rum, immerhin kommt die Sonne nun hervor :-)

Zum nächsten, aufregenden Tagesordnungspunkt noch mal eine Grafik. Kurz vor Abfahrt aus Köln wurde mir noch bewusst, dass im Raum Gijon diese verschärfte ArcelorMittal-Werksbahn sein müsste. SIE IST! Über www.loks-aus-kiel.de wissen wir, dass dort einige G 1700 BB laufen, über die man im Netz bisher recht wenig findet.


Zum Netzwerk: Insgesamt vier, inzwischen alle zum ArcelorMittal-Konzern gehörende Werksteile (Kokerei, Stahlwerk, Walzwerk & co – gelb Markiert) sind mit einer breitspurigen Werkseisenbahn verbunden, die nur im östlichen Eck mit der Staatsbahn verbunden sein. Die Strecke ist größtenteils zweigleisig ausgeführt, also wird es gut Verkehr geben – hehehe. Spannend ist die Führung durch zwei Tunnel (Grün), wobei der Rechte mittem im Werk rauskommt und noch recht neu ist. Genaueres bekommen wir nicht raus. Oben rechts übrigens der rot markierte Kohlehafen.


Über Google Maps und Flickr haben wir einige Brücken ausgemacht, auf denen wir uns heute rumtreiben wollen. Müssen gar nicht lange warten und da kommt schon die erste 1700er mit einem Flüssigeisenzug unter Volllast angekrochen. Die Schornsteine hinten gehören übrigens zum vorgenannten Kraftwerk.

Wir sind begeistert! Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!! DAS ist DAS Ziel heute!


Wenig später bröbbert eine GEC-Lokken heran. Cooooooooool!


Wir wechseln Richtung Westen, müssen aber einige Anläufe in Kauf nehmen, bis wir die nur über recht übele Feldwege angebundene Brücke über den Betriebsbahnhof finden. Anscheinend wird das linke Tunnelgleis grade saniert. Schon lange bevor sich die F-9 aus dem Tunnelmund schält hört man das Gebrumm schon.


Da grade ein Zug aus Westen kam besteht ja wohl erst mal keine Gefahr. Wir wechseln einige km nach Osten auf die östlichste der Brücken. Wenig später brübbert ein leerer Kohlezug heran, der nach El Musel geht.

Wir machen uns hinterher.


Check one two-Besuch bei der FEVE. Niks los. Das jibbet doch nicht!!! Rotopala F-1 hat grade auch Pause.


Leider steht für den ArcelorMittal-Zug die Sonne blöde.


Lokpillers.


Und die andere.


Da die Beladung ja dauern wird und die Sonne für die Bergfahrt ja falsch steht machen wir uns wieder Richtung Stadt und holen das heute morgen noch sonnenlose Bild nach. Im Hintergrun übrigens gut zu erkennen: Die Fernwärmeleitung des Kraftwerkes im El Musel.


Wir hoffen auf FEVE-Verkehr nach Süden und schlängeln uns durch diverse Industriegebiete zum Bahnhof Sotiello, wo die FEVE-Hafenbahn auf das Personenverkehrsnetz einschwenkt. Hier bekommen wir ja alles mit. Neben dem Bahnhof hat sich zahlreiches „Gesocks“ mit illegalem Schrott- und Gebrauchtwagenhandel und Altpalettenentsorgung niedergelassen. Besser mal die komplette Ausrüstung mitnehmen und die Karre in Sichtweite parken. Wir warten eine knappe halbe Stunde, es kommt u.a. ein Personenzug längs. Selbst hier das Bahnhofsgebäude recht gepflegt und graffityfrei.


Da auch nach weiterer Warterei niks passiert fahren wir wieder nödlich und versuchen an das Stahlwerk arnzukommen. Kaum möglich, lediglich in der Nähe eines Schießplatzes hat man einen recht guten Ausblick.


„Weserhütte“??? Carsten, kannst Du aufklären?


Wir fahren erneut nach Musel zur FEVE. Der ArcelorMittal-Kohlezug ist weg, nirgendwo im hafen ist eine Lok zu sehen. Aaaaaaaaaaaaaarg! Egal, Erinnerungsbild. Das Gleis ganz rechts ist übrigens das „Streckengleis“. Ein Verständigungsversuch mit dem FEVE-Personal im Verwaltungsbäude scheitert irgendwie – aaaaaaaaaaaaaaarg.

Okay, dann zurück zur Arcelorstrecke. Wir positionieren uns auf der mittleren Brücke. In der Ferne eine Menge Warnwestenträger. Waaaaaaaaaa, hoffentlich keine Streckensperrung. Haben aber wohl nur an den Signalen rumgefrickelt.


Bald kommt auch schon der erste „Suppenzug“.


*wabberschwabber*


Nach weiterer Wartezeit dann (leider) eine Lz.


Lacher des Tages: Der „centro de lubrificacion“. Na, alles ölich hier? Hahhaha


Wir wechseln erneut zum Tunnelmund und werden nach etwas Warterei mit einem leeren Suppenzug im Betriebsbahnhof belohnt.

Sooooooooooooooo, jetzt wollen wir uns aber mal die anderen Werksteile ansehen. Leider kommt man fast nirgendwo richtig ran und rattern nur Kilometer ab. Auch ein Coils-Umladebahnhof ist völlig fotountauglich, also wieder zurück.


In Avilés führt die FEVE schön nah am Wasser lang, wir parken am „Centro Niemeyer“, das wir aber nicht besuchen. Ist ja schließlich eine Dienst- und keine Kulturreise ;-)


Die FEVE kommt dann auch bald – Bild im Kasten!

Auf der Suche nach weiteren Punkten landen wir nahe dem Haltepunkt Llaranes doch wieder an den Werksbahngleisen. Ein mit Coils beladener Zug steht herum. Wir orgeln verschiedene Straßen ab und kommen doch nicht richtig ran. Okay, also kurze Wartefrist auf Abfahrt.


Wir werden belohnt, wenn auch neben geilen impressions mit zahlreichen Dornenkratzern etc bei Motivaufsuchung. Egal, das ist schnell vergessen als dieser Zug mit nicht schallgedämpfter Lok vorne und hinten (leider nicht sichtbar) an uns vorbeiröhrt!


Nahe Trasona entdecken wir die lange gesuchte FEVE-Coilsstation und parken in der Nähe. Steht sogar ein Zug drin *aufabfahrthoffhoffhoff*. Auf der Suche nach einem Fotopunkt mit der schönen Kirche im Hintergrund kraxle ich herum und werde fündig.


Auf dem Rückweg zum Georg kommt mir natürlich ein weiterer Zug entgegen. AU MANN. Auf der Fahrt gestern keinen gesehen und nun gleich 2?


Quuuuuuuieeeeeeeeeeeeeetsch. er hält. Ich hechte zum Punkt zurück. Erneute Kraxelei. Mist, die Kirche nicht mehr zu sehen. Egal!


Wenig später kommt der zuvor im Anschluss stehende Zug mit den Zweikraftloks an. Ah, jetzt wird der mit den Alstoms reinfahren.


Schief und steil. Bei Google maps ist übrigens die Halle noch nicht gebaut – hehehe.


Nach Umparkung noch mal im Gesamten.


Und noch einen Personenzug. Den Standort von der Autobahn oben erreiche ich wegen „Dornenalarm“ nicht, also von unten.


Bei der Anfahrt vorhin haben wir eine nette kleine Brücke entdeckt, die aber wenig direkt umsetzbar erscheint. Wir halten aber trotzdem mal und versuchen ein Bild von weiter entfernt. passt! Auf den Werksbahngleisen rattern zwei Züge durch. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.


„Die Zwei“ – aufgenommen am westlichen Tunnelmund.


JETZT (oder mal morgens) ein Zug.


Leider schon sehr zugeschattet nach längerer Warterei. Aber immerhin ein wichtiges Detail: Immerhin wissen wir jetzt, wo die Acceleria-Kokszüge genau herkommen (wird später ins Buch eingearbeitet – hähä).


Erneuter Versuch bei der FEVE – niks los. Also für zwei Personenzüge ans Zementwerk. Aber zuvor noch mal das Kraftwerk in Weitwinkel.


Telefon klingelt – Europorte France am Telefon.


Passt!!! Hinten rechts auf dem Bergrücken: Gas-Booobies!!!! *kreisch*


Ein letztes Mal zur FEVE. Kommt was?


EIN ZUG!!! Geschoben – aaaaaaaaarg! Geil auch: Ohne jegliches Personal am Zugkopf???


Wrobbwrobbwobb. Hahahaha!!!


Nachschuss!


Einfach ein klasse Logo und eine fantastische Bahn!

Vor Sonnenuntergang wollen wir aber noch was Werkbahnen.


Kaum angekommen bröbbelt auch schon eine „Suppe“ heran.


Geilomat! Das muss ich echt irgendwann mal filmen…


Und fast Zugkreuzung – der Gegenzug.

Geht noch einer? joooooooooo, komm!


Es geht noch einer. Bröbbbröbbbröbb mit Stahlplatten! Sooooo, nu is aber gut, die Buchtippnacht ruft!

Au mann, warum finde ich zu diesem Tag schon wieder keinen GPS-Log??? Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

  1. 30. Mai 2013, 07:29 | #1

    Sehr schöne und sehr abwechslungsreiche Bilder!

    Zur Weserhütte (Fördertechnik): http://www.schmalspur-ostwestfalen.de/index.php?nav=1408119&lang=1

  2. 30. Mai 2013, 07:58 | #2

    Goil!!!

  3. 30. Mai 2013, 09:39 | #3

    Nette Industriekulissen, bisschen Landschaft, die Suppenzüge gefallen mir am Besten. Alles Zeugs was man in Spanien nicht so direkt erwarten würde…

  4. 011100
    30. Mai 2013, 10:46 | #4

    Doublegrrrrrrr fand ich eine tolle Kreation!

  5. 30. Mai 2013, 11:35 | #5

    Super, da habt ihr ja gut abgeräumt!

  6. 30. Mai 2013, 12:53 | #6

    Die weißen Turnschuhe erwiesen sich im Nachhinein nicht als die beste Wahl ;)

    Neben den von FEVE 1510 befahrenen Gleisanlagen befand sich ein besetztes Bahnhofsgebäude, wo wir beim freundlich-desinteressierten Personal („Fotos?“ – Schulterzucken-OK) zweimal nach den Güterzügen gefragt hatten — soweit das möglich war, da sich die Englischkenntnisse unserer Gegenüber mit unseren Spanisch(un)kenntnissen deckten… Es schien aber generell weder an den beiden Tagen unseres Besuchs noch am Folgetag FEVE-Güterverkehr über das Kraftwerk hinaus stattzufinden.

  7. 1. Juni 2013, 11:47 | #7

    Klasse Indusriekulisse im doch eher ländlicheren Umfeld. Mich wunderts, daß ihr überhaupt so nah an die Kohlehalde rangekommen seid.

  8. 2. Juni 2013, 12:02 | #8

    @Willem ihm sein Urenkel
    Is ganz legal… hat uns auch gewundert. Abgeriegelter Hafen und dann sowas. Komisch.

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