Mehr Trecker als Züge
Huaaaaaaaaaaaarg, die Nacht war kurz. Gegen 4:30 war ich mal länger wach, als mich zwei in Ptuj kreuzende Züge flashen. Cooooooooooooooool!
Das Frühstücksbuffet im Hotel ist „basic“, aber mehr als ausreichend. Neben mir nur zwei Engländer im Frühstücksraum. Schön in Jogginganzug und Adiletten – hahaha… Auf dem Großbildschirm flimmert MTV und Damen wie Rihanna und Britney Spears obszöneln zu „Bumsmusik“ (wie alte Leute früher zu sagen pflegten). Draussen blöbbern u.a. zwei Güterzüge längs – yeah!
Nun, was tun? Ob ich den Containerzug Koper – Graz in Pragersko mitnehme? Hanspeter holt Erkundigungen ein – fährt erst um 15 Uhr und nicht um 7. Au weh :-/ Varadzin ist mir dann doch irgendwie zu weit weg und ich beschließe, in der Region zu bleiben.
Ich checke gegen halb 9 aus und begebe mich eine Runde auf Motivsuche. Mit dem Schloß muss es doch was geben.

Am südwestlichen Stadtrand werde ich fündig.

Blick vom Prellbock. Ja! Inzwischen ist auch die Sonne da. Trains, please!

Ah, jajajaa, DA!
Es vergeht eine ganze Stunde OHNE Züge. Au mann :-/
Dann endlich ein grünes Signal aus Richtung Pragersko. YIPPI! Schnell rauf auf das Sperrsignal des Getreidelageranschlusses!

Nur eine Lz – au maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan :-(

Immerhin passt’s hier! Ha!

Banges Warten – das Signal bleibt rot :-/

Nach knapp anderthalb Stunden verschwindet die Sonne, ich mich mache mit Zwischenstopp beim nahen Trecker auf Motivsuche.
Ah, stimmt, da war doch diese Umgehungsstraße. Ich parke die Karre, kraxele hinauf und schon grummelt es aus Richtung Stadt.

Ohjeeeeeeeeee, die eigentliche Stelle ist völlig zugekrautet, also schnell zurück auf die Brücke.

Zug weg, halbe Stunde später ist die Sonne wieder da. Ich rode kräftig. Sooooooooooooooooooooooo will ich das.
Kommt aber kein Zug längere Zeit, dafür geht wieder die Sonne weg. AU MANN!

Der IC folglich ohne Leuchtung von oben. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.
Im Osten sieht´s besser aus. Ich beschließe potenziellen Zügen entgegenzufahren. Bei Velika Nedelja tut sich aber niks, also nehm ich mir Trecker vor.

Als Basis für ein sähendes Gespann dient dieser moderne Case.

Zum gleichen Konzern gehört diese New Holland.

Ich fahre weiter nach Ormoz, da tut sich aber auch niks.
Mhhhhhhhhhhhhhhhh, nu weiter nach Norden und nachher via Murska nach Graz oder Trip nach Varadzin? Ich mache mich weiter nach Norden und beschließe, das Heckmann-Motiv noch mal anzugehen. Karre geparkt, Zwischenmahlzeit und schon mööööööööpt es.

GROTTIGSTE Belichtung wegen dicker Regenwolken. Ohje. DAS mit Sonne! Die Lokmannschaft winkt und hupt freundlich. Hinterher!

Klappt erneut. Hahaaaaaaaaaaaaa! Die Mannschaft zollt angesichts meines fahrerischen Könnens Respekt mit „thumbs up“.
Hahaaaaaaaaa, klappt sicher noch mal. Baustellen, Schleicher, Trecker. Ääääääääääääääääääääääätz.

Zu späääääääääääääät – AU MANN!!!

Nebenan macht eine Claas-Maschine grade die letzten Meter Mais weg.

Und ab damit in den Hänger.
Tja, was nun. Ich beschließe erneut nach Norden zu fahren und postiere mich bei Mekotnjak. Woaaaaaaaa, die 19 Grad eben sind auf 12 gefallen und der Wind bläst. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

Nach einer guten Stunde, die ich mit Telefonieren überbrücke, kommt endlich etwas…

War eigentlich für einen Güterzug ausbaldovert die Stelle. Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa denn.
Noch ist etwas Zeit. Ich postiere mich am Bahnhof, um mitzubekommen, wenn sich die Schranken senken. Ein Regenschauer geht nieder. Oha, time to go.

Nebenan blöbbert ein Deutz-Lizenzbau mit Maisernter herum. Die komplett erhaltenen Kolben werden in Holzkästen im Freien getrocknet und im Winter an „die Sauen“ verfüttert, wie Hanspeter zu berichten wusste. Ah, wieder was gelernt.
So, genug geträumt. Dingdingding.

Oha, Metrans aus Süden. 2 Blöbbern vorn, eine hinten (sieht man leider nicht)!
Hinterher!

In Ljutomer vergurke ich mich. Mist! Lande am Mjesto-Haltepunkt und nicht am Hbf.

Kurzer Blick auf die Baustellenschilder.
Drei weitere Male verpasse ich den Zug dann, einfach zu viel los heute auf der Gasse.

In Lipovci steht ein Zug nach Süden mit rumänischen Eanos (GFR, TransBlue). Nehm ich mit. Erneut Regenschauer. Grrrrrrrrrr

Für die weitere Fahrt nach Süden beziehe ich Quarter in Veržej, ehe ich endgültig einpacke. Es steht ja noch was in Graz an.

Die Fahrt verläuft ohne Probleme – nördlich von Maribor scheint sogar noch die Sonne :-)
Nach einem Abstecher nach Graz Downtown gebe ich dann pünktlich um 5 die Karre mit rund 870 km auf dem Tacho (nur 2/3 einer Tankfüllug – geil!) wieder ab. Klasse war das mit der. Das Taxi zum Hbf wird von einem unverkennbar aus Sachsen stammenden Herrn gesteuert, der vor 10 Jahren bei einem Urlaub in der Steiermark seine heutige Frau kennenlernte und „hängen geblieben“ ist. der is so redselig, der wär sicher noch kostenlos stundenlang mit einem rumgecruised, nur um alle Stories „an den Mann zu bringen“.
Am Bahnhof gibt es zunächst Essensversorgung und dann treffe ich noch Hanspeter, dessen RailJet ins Wochenende am Gegengleis abfährt.
Mein aus DB-Wagen gebildeter IC fährt pünktlich ab, in Selzthal muss umgestiegen werden. Der Schaffner meldet vor: Schienenersatzverkehr Richtung Graz. Au jeh, BUZZ :-( Umstieg in die „Gummibahn“ klappt dann erstaunlich schnell, der Reisebus ist modern und gemütlich. Gut eine Stunde geht´s über die Pyrhnautobahn bis Hinterstoder, ab da wieder Zug. Bin beeindruckt, wie gut organisiert das alles ist. Vorbildlich flutscht das.
Ankunft in Linz genau im Plan. Abendessen und Biers besorgt und auf den Nachtzug gewartet. Brrrrrrrrrrrrr, kalt ist das geworden, sicher um den Gefrierpunkt. Im Westen Österreichs 40 cm Neuschnee heißt es in den Nachrichten. Wei! Frühester Schneefall seit professioneller Wetteraufzeichnung sagen die Postillen.
Bett 41, Wagen 271 ist meins. Bisserl out of Date der Wagen, aber das wird schon. Interessant die Frühstücksmöglichkeit: Statt Einheitsbrei kann man 6 aus ca 20 Zutaten wählen. Ich kann mich schnell einigen (NEIN, nicht 6 Semmeln ;-) Nebenan zeigen sich zwei Pärchen erregt über „das kleene Zimmerl, im TV sehen die immer aus wie richtige Schlafzimmer“ und geben ihre Schlafwagenkarten enttäuscht zurück und „saufen die Nacht im Sitzwagen durch“. Na, denn! Bis kurz vor Passau höre ich Mussik und schaue raus, dann penne ich ein.
GPS-log mit leichten Aussetzern im Grenzgebiet – huch!
Größere Kartenansicht
Schade dass das Wetter abschmierte.
Der 624er Verschnitt gefällt mir am Besten.
Jupp, schöne Strecken, asbolut, schöne Gegend, und ewige Kampf mit dem Feuerball…
Wetterpech — aber nach wie vor eine sehr schöne Ecke da.