Mambo Kings want REAL locomotives and are guided by fucked people
Obwohl ich noch mächtig grummelig bin wegen der Zimmersache dämpft das ausgiebige Frühstück mit zahlreichen Schokocroissants („Mambo Kings prefer „le choc““) doch meinen Grump.
Wir starten mit einer Standrundfahrt in den Tag. Am Bahnhofsstopp hat der Zug aus Maribor wohl mächtig Verspätung, so dass wir gleich zur Altstadt- und Hafenrunde losmachen.

Im Vergleich zu Hamburg & Co natürlich alles in Mini, aber auch schön. Zudem ist’s bereits jetzt richtig gut warm, mein lieber Scholli.

Hafenblick von oben.

Bow down, blow the horn, shake the trumpet – here come the Mambo Kings!!!

Überall wird für diese blöde Grottenbahn geworden – DAS werden wir uns sparen. Geil auch die Mäkkes-Werbung am Fitnesscenter – hihi.
Bis zur Hafenführung ist´s noch etwas Zeit also schauen wir uns schon mal außerhalb des Zaunes um.

Im Petrol-Tanklager tun zwei Zephirs Dienst. Einer davon hat einen Platten und ist im „romanian style“ durch das geöffnete Werkstor knipsbar.

Der in den letzten Jahren umfangreich ausgebaute Übergabebahnhof ist ebenfalls elektrifiziert. Leider kommt auch nach längerer Warterei kein Zug und wir sind ja verabredet.
Matjaz von Adria Transport, den ich ja über meine Arbeit kenne, wird uns den Hafenzugang ermöglichen. Da Koper = Freihafen ist da ja sonst kein reinkommen. Just als ich vor dem Haupttor wartend einen Besucherausweis ausfüllen will kommt er längs und holt uns ab. Erst ist uns etwas unklar war nun passieren wird, dann werden wir aber in einen Passat umdirigiert.
Unser guide und Fahrer ist der Eisenbahnbetriebsleiter des Hafens. Ein massiger Typ, der sich als „Hi, I am Alan and I got fucked“ vorstellt sorgt gleich für Gaudi. Freizügig-frustiert lernen wir, dass Alan Radin nach zehn Jahren gefeuert wurde und nun seine letzte Woche habe. Gut für uns, denn der fährt uns überall hin und weiß viel zu erzählen. Wir hätten Sauglück mit dem Wetter, die Wochen vorher hätte es nur geregnet. Mambo Kings-Style halt ;-)

Leider noch immer ohne Zulassung brözzelt die G 6 schon gut 6 Monate im Hafen. Links übrigens „the fucked car“.

Die Bedienung des Hafens teilen sich Luka Koper und die Staatsbahn.

Die zweite von insgesamt 3 Loks des Hafens hat am Getreideterminal Dienst. Leider teilweise beschattet, aber da ist so blöd parken, dass wir lieber nicht auf „Warten bitte“ drängen wollen. Interessant auch nebenan, wo wöchentlich ein Schiff abfährt, das mit Geißböcken – ja, ich musste auch noch mal rückfragen – beladen Richtung Arabland aufbricht. Was es alles jippt *kopfschüttel*.

Stolz werden die Zephirs präsentiert. Es gibt danach eine große Diskussion, ob das richtige Loks seien oder nicht („Ey, this IS a locomotive“ „Nononono, not a REAL locomotive“). Viel Gelächter, weiter geht´s.

Nummer Drei steht am Kohle- und Zellstoffhafen. Interessanterweise wird der Zellstoff hier nicht in Ballen gelagert sondern flockig hingepustet. Noch nie gesehen.
Fast schon zu schnell geht die Stunde vorbei uns unsere Mannen müssen weiter.

Wir versuchen’s zunächst mal Richtung Norden an einer vergitterten Brücke, entschließen uns wegen des guten Wetters aber dann doch für Dieselpiste.
In Divaca wütet der Umbau, also ohne Foto weiter.

In Pivka, dem südlichen Umspannpunkt steht einiges Gelärsch rum. U.a. die „Scotch“-541er, der gleich gelichtet werden muss. Und hält´s nicht lang und wir beschließen auf Motivschau zu gehen.

Im Bahnhof Prestranek steht ein Zugi, also schnell zurück. Bei Selce werden wir dann einigermaßen schnell fündig.

Das bekannte Motiv bei Gradec ist allerdings bis zum ersten Zug recht grenzlichtig bereits, aber egal. Ein Mannheimer Kollege im Toyota Rav 4 macht den Meganervösen und verdödelt sich so das Bild. Der war wohl mehrere Tage schon hier, hatte aber zwischenzeitlich einen verkorksten Ausritt nach Ungarn und die Hodos-Piste hinter sich gebracht. Ziemlich affig alles, finden wir…

Ich möchte gerne ergründen, ob man die Kirche von Selce nicht noch besser umsetzen kann. Bei der Motivsuche Blöbber-Alarm. Mit dem abgeknickten Bäumen dann doch irgendwie ein Motiv, oder?

Besser und passender dann von hier. Über die Zugdichte kann echt nicht geklagt werden.

Wir wandern noch ein Stück weiter, wo jedoch zunächst ein Nordfahrer kommt.

Ah, Mist, als Vorspann sogar. Egal. Eine Regelmäßigkeit, wie das gehandhabt wird, haben wir irgendwie nicht ausmachen können…

Wir wagen uns weiter nach Prestranek, wo man es unter einem überdachten Ladegleis gut aushalten kann.

Es wummst ganz gut – meine Fresse.

Im Bahnhof steht eine lange schlange Fals-z-Wagen, die wohl die SZ an AWT verkauft und zurückgemietet hat.
Ich muss Filmen. Aber was kommt denn da? Aaaaaaaaaaaaaaach, der Zug (IC 504) nach Maribor, wieder völlig verpennt…

Ich sollte „Unterhemdausderhose“ als Trademark anmelden – grrrrrrrrrrrrrrr

Einer geht noch…

Am nördlichen Bahnhofskopf steht ein hübsches Stellwerk, das wir genau passend zum Graz-Koper-Pendel der LTE erreichen – BINGO!!!
Ououoou, der Zug hält!!!

Wir sputen uns und erwischen ihn tatsächlich sogar noch mal bei Selce!

Die Stelle gefällt mir und ich wandere umher. Zunächst ein Nordfahrer.

Und dann, zusammen mit abgeknickten Bäumen, ein Südfahrer.
Sooooooooooo, weiter!

Auf der langen Geraden bei Selce überrascht uns ein Adria Kombi-Zug.

Zurück in Prestranek wobbert eine 664 gelangweilt umher. Ein Kriegshinterbleibsel (?) dient zunächst als Motiv.
Das verrottete Stellwerk wird inspiziert, taugt aber niks als Motiv irgendwie. Also postieren wir uns auf einem nahen Hügel und warten.

Leider mit 2016 bespannt dann der nächste Nordfahrer, dessen Einfahrt fast von der nun endlich herausblöbbernden 664 verhunzt wurde. Warum auch immer die so lange gewartet hat…

Spurt, Knips, Check!

Und: Verschnauf.

Bei Pivka steht ja an der Einfahrt eine schöne Kirche, die ich unbedingt als Motiv haben will. Bis dato hatte ich noch keine Bilder am Abend gesehen, aber was wir antreffen gefällt!

Leider schon zunehmend verschlonzt gelingt dann doch ein tolles Foto!

Nach Sonnenuntergang kommt mit viel Rööööööhr noch ein Coilszug rein, der von einer 2016 nachgeschoben wird. Tagesabschlussbild!
Wir schauen uns noch am Bahnhof Pivka um, landen aber irgendwie auf einem Holzabfuhrweg. Kilomeeeeeeeeeeeeeter (siehe GPS-log) geht es über Stock und Stein, ehe wir endlich – und zum Glück ohne Reifenpanne – wieder auf befestigten Wegen landen – au weiiiiiiiiiiii.
In Koper dann abendlicher Stadtrundgang samt Abendessen in der Pristaniška ulica (Georg: Pleskavica; Arne: Mixed Grill), ehe es dann wieder bis spät in der Nacht an’s Buch geht.
Interessante Bilder, wobei mir als Ochsenfan der Scotch am besten gefällt. Bei einigen Bildern sind die Mastabstände schon arg eng.
Scheint ja eine erkleckliche Zugdichte zu sein.
Fein gemacht. Ich hab da so ein sattes Blöbbern im Ohr ;-)