Endlich mal wieder raus aus der Hütte! Nachdem eine unbekannte Testfahrtenserie mit der ALSTOM 203 101 im Westerwald das Gemüt erhitzte, MUSSTE das natürlich am erstmöglichen Samstag „verhaftet“ werden. Also Sachen gepackt, los! In Limburg angelandet ein zufälliges Zusammentreffen mit HPG bei bestem Wetter – na, wenn das mal kein Erfolg wird!

Zwar zeigte sich der Sonnenstand noch nicht von der besten Seite, aber „in der Kiste ist in der Kiste“ dachte sich der Fotograf. Eine weise Entscheidung, runde zwei Stunden später – wie man es natürlich erwartet – bei eigentlich bestem Sonnenstand dann Dauerregen an dieser Stelle…
Aber wo ist denn 203 101? Eigentlich waren nur Rangierfahrten angekündigt, da auch ein Tonzug von nach Italien auf die Reise geschickt werden sollte. Also, bloß mal nicht den Schüchternen markieren und ab zum Fahrdienstleiter. „Nööööööööööööö, die is nach Montabaur weg“. *Kreisch* – und wieder zurück nach Norden!
Zweiter Anlauf in Montabaur dann – keine Lok! Herrje! Also wieder die nette DB-Güterzugfahrtenauskunftsstelle konsultiert. „Nööööööööööö, die is in Goldhausen“. *Kreisch* – und wieder zurück nach Süden.
*Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah* – da issi. Pünktlich zum Fotostart dann der Zusammenbruch des Wetters *Wutschrei*. Na, nicht entmutigen lassen und raus ins Gleisvorfeld…

Die Bedienung „vom Marx“ allerdings schon hinter sich und mit schüchternen drei Wägelchem am Zughaken wurde zunächst die Überholung durch vectus VT 250 abgewartet, ehe es weiter Richtung Limburg ging.

Ohjeohjehohjeh – wohin nu? Steinefrenz is immer gut. Also los im Zickzack Richtung Süden, am Bahnhof vorbei, unter der Brücke durch, auf den Feldweg drauf, oooooooooooooooohohohoh, besser demnächst doch wieder einen Geländewagen kaufen. Aber: Rechtzeitig *hähähäh*. Rechtzeitig am Punkt, rechtzeitig vorher die Sonne weg. Aber trotzdem hochzufrieden. Und wieder zurück, über den Feldweg, unter der Brücke durch, am Bahnhof vorbei – HALT – Lok steht noch da. Also wieder zurück.

Kreuzung stand an. Der arme Lok(rangier)führer – immer in 5 km-Schritten vorwärts.

vectus VT 201 im Steinefrenzer „Tunnel“ – hier ists auch im Sommer tagsüber dunkel wie die Nacht ;-)
Jetzt aber schnell los, sonst klappen die weiteren Motive nicht mehr… Ohgottogottogott – wohin? Niedererbacher Viadukt, dem XILO mal zeigen, dass man das Motiv auch mit komplettem Kirchlein machen kann *kicher*.
Zickzerack zwischen den Kuhherden hindurch – au weia! Zug kommt mir entgegen – schnelle Wende, den Holger über den Zuglauf informieren… Warum ist dieses blöde Nest nur so weit weg von der nächsten größeren Straße? So, Staffel aber sicherlicher! Den Schuss mit der Brücke… Aber auch hier wieder die bei Fotografen beliebte Parallelfahrt *arg*. Das gibts doch nicht…
Na, dann wenigsten in Limburg *gähn*. Dort der Lok ein bisserl beim Rangieren zugesehen und mal zugeguckt, wie Tonzüge gebastelt werden. Eigentlich ganz einfach:

Schwupps vorne ne Lok drauf, dahinter 36 Wagen aufreihen… (hab ich schon mal vorbereitet)

Und plock, noch einen Nachschieber (gelle Olaf?) hinterdrauf. Feddich! So, jetzt nehmen wir den fertigen „Italiener“ auf der Strecke aber noch mit, wennschon-dennschon!

Schnell nach Lindenholzhausen und dort auf den Fotohuckel und dann da rumgeschlich (das würden die Saarlännerinnen sagen) bis der richtige Standort gefunden. Und dann warten *gähn* Aber wozu hat mann den ein Mobiltelefon. Was bei Gesprächen immer gut ankommt sind dann die bekannten Sprachunterbrechungen wie „weia, der Zug kommt – moment“. Und er kam auch. Nach zwei Stunden *tob* bei 800 ASA *seufz* und 180stel. Na, immerhin ein Beweisbild…
Aaaaaaaaaaaaber, und das ist gut: Nächste Woche ist Urlaub, eine MaK 1000 BB für die Tonzüge angekündigt – also werde ich wieder zwischen neuer und alter Heimat pendeln… Vielleicht mit etwas verringerter Frequenz an einem Tag – aber mit Sicherheit wieder gerne. So, los zum Kaffeetisch Richtung Norden, Herr Richter.