Heute ist großer Ausflugstag. Um 4.10 Uhr klingelt mein Wecker und ich quäle mich aus den warmen und weichen „Federn“. Au mann, Regen… Grrrrrrrrrrrr.
Rückblick: Vor einigen Wochen riefen mich die Jungs von Raillogix an, die zusammen mit Maersk den ersten kommerziellen Containerzug im JWP verladen wollten. Letztlich wurde das kurzfristig doch verhindert. Auf politischen Druck hin knickte Eurogate ein und die kommunale EVB durfte als JWP-„Schwester“ die ersten Boxen abholen (Kurzfassung des Krimis ;-). Egal, also heute dann der erste private Güterzug ab Wilhelmshaven.
Die Orga mal wieder ein extremstes Chaos. Fahrplan Montag noch nicht da, unklar, wann ich nun wo sein sollte. Holger, der als „local buddy“ für den Fahrdienst eingeteilt war, sprang kurzfristig ab. Streckensperrungen vor Ort machen eine Anreise mit NWB zum Unmöglichen. Mietwagen zu teuer, also diverse Telefonate mit Raillogix, OHE und Co. Zugmitfahrt! Dadurch zwar extrem frühes, blödes Aufstehen, aber egal. Halb neun in Bremen-Neustadt war angedacht. Au mann…
Im Zug kommt kurz vor 8 der Fahrplan. Au mann! 9 Uhr erst ab Bremerhaven, zudem schön lange Standzeiten in Rbf und Neustadt (ab 11.30 *ächz*).In Bremen angekommen sicherheitshalber noch mal mit dem Lokführer telefoniert. „Dann komm doch nach Bremerhaven Hbf – ich halt da für Dich an. Au ja! „Black mamba“ sei dank einfach in den nächsten Zug und nach Bremerhaven.

Um 10 Uhr und nach meinem zweiten Frühstück rollt er endlich ein. *tröööööööööööööööt* und ab auf den Führerstand.
Zu viert war das echt eine Gaudi. Es wurde richtig fett gelästert über diverse Leute der Szene und nach diversen Keksrunden war ich auch nicht mehr „der von der Zeitung“ sondern „Arne“ :-) Und: Meine letzte Führerstandsmitfahrt ist schon soooooooo lange her gewesen, das machte richtig Spaß!

Fotohalt in Holgiburg. Mittlerweile waren wir schon wieder im Plan unterwegs, da die eigentlich eingeplanten Halte alle entfielen und wir mit knapp 100 Sachen gut „durchflutschten“.

Überall auf der Strecke wird massig gebaut.

OHE-Kollegin in Hahn, die mit mächtig Getröte gegrüßt wurde.

Nächster Fotohalt, wo sich witzigerweise auch Holgi positioniert hatte. Blöderweise kam genau da die völlig unfotogen stehende Sonne raus *arg*.

Kurzes „Hallo“ und wieder ab auf den Bock.

Da wackelt er von dannen.

Cheffe hatte sich viele Baustellenfotos für eine Berichterstattung gewünscht – war machbar! Und: Geilo, was da für viele Motive sind!!! Unglaublich, dass man praktisch niks von der Strecke sieht.

Nächster Fotohalt in Sande.

„Reelogiks“ – wie der Lokführer es aussprach – hihihihih.

Einfahrt in die Vorstellgruppe JWP.

Fotoshooting 1. Noch absolut niks los da.

Nach dem „Käkken“ vom Rangierer wurde umgesetzt.

Und mit 5 km/h *gähn* ab ins Terminal

Huh, noch gar keine Containers bereit. Das gibt nichts mehr mit Anfahrt heute…

Zoch im Terminal.

Noch ein bisschen rumgepimmelt mit der Cam.

Und noch ein Foto.
*winkewinke* Lok & Personal. Ein Auto von Eurogate holt mich ab, es gibt „Käffchen“ und „Keksis“, diverse Infos zum Terminal und daaaaaaaaaaaaann endlich ins Getümmel. Wir haben wohl Mörderglück mit dem Wetter, am Vortag hätte es nur geregnet.
Mir wurde vorab gesagt, dass das nur ein kurzer Rundgang sein wird und ich hoffe zu dem Zeitpunkt noch, bald wieder abdüsen zu können. Denkste. Auswartung zu einer mehrstündigen Bespaßung mit ausführlichem Erklären, wie das Terminal funktioniert, zahlreichen Runden „shake hands“ oder „das ist derr Herr xx, der is hier bei uns…“. Okay, keine Schangse auf pünktliches Entrinnen, da ich ja auch auf einen der beiden Autofahrer angewiese bin *knirsch*.

Das am Freitag eröffnete Terminal hat eigentlich fast nichts zu tun, man beschäftigt sich mehrheitlich noch mit „üben“. Leercontainer werden um- und herumgestapelt, Transportfahrzeuge pröppern auf einem Übungsparcours wie eine Entenfamilie in Schlangenlinien herum. Hahaha.

War auch ein dicker Pott und die MSC-Unfallgurke (Fotos verboten) vor Ort.
Dann: „Wer will rauf?“ Ichichich!!! G E I L! Per Aufzug geht es 80 Meter hoch. Wahnsinn, wie da oben der Wind bläst! Der Kranfahrer holt uns ab und wir drehen ein paar Runden mit ihm.

Voll anstrengend ist die Arbeit, die er macht. Aus so einer Höhe präzise zu arbeiten. Kaum vorstellbar. Max 3 Stunden geht das am Stück, dann ist Ablösung angesagt. Knochenjob!

Eigentlich denken wir, dass es wieder runter geht. Denkste. „Wer will nach Vorne“. Ach komm! Während es mir mehrfach nicht gelungen ist, in Hamburg in eines der Terminals zu kommen, wird hier die komplette Bespaßung gefahren! UIuiiuiui, Lochbleche in der Höhe! Und der *wabberwabber* bei jeder Kranfahrt machende Turm is doch schon was Anderes. Jetzt mit schwitzigen Häden bloss nicht die Kamera loslassen… Kollege Remie is kurz vor der Panik – hahaha.

Ganz, ganz vorne, 22 Meter vom Kairand aus gesehen über dem Wasser. Der bleiche Holländer rafft sich für ein facebook-Prol-Bild letztmalig kraftseitig auf. Dann muss schnell der Rückzug angetreten werden ;-)

Noch sind solche Bilder möglich… 4 GB RAW-Daten knattere ich abends auf mein Laptop *schreck*.

Nächster Kran, jetzt so ein „Spielzeugding“ im Railterminal. Und Kerle, beware of the cat ;-)

Überall reichlich Platz noch!

Die Holländer brauchen für Prospekte noch Pikks von den eigenen Sg-Wagen. Mach ich doch gerne!

Danke, EVB, für den netten, erhöhten Fotostandpunkt (EVB-Containerwagen) :-)

Klikkiklikki.

Und endlich kommt der erste Container.

Touchdown!
Hunger macht sich breit! Nach irrer Kurverei wird ein entsprechendes Lokal in Wilhelmshaven Downtown gefunden.
Die OHE-Kollegen geben mir noch einen lift bis Bremen Hbf, wo ich dann endlich und leider auch megablöderweise deutlich später als geplant in den Zug Richtung Rehlein steigen kann. Um viertel vor Zehn endlich daheim :-) Aber wie der Remie schon im Terminal meinte „Dem war sehr edukativ für mich“