Ein kurzfristiger Hinweis besorgte mir ein paar nette Stündchen mit 212 249-7, die derzeit leihweise durch die Nordbayerische Eisenbahngesellschaft mbH (NbE) eingesetzt wird, eigentlich aber der Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion mbH gehört. Stilecht in Altrot lackiert unterscheidet sich die Lok vom DB-Zustand nur durch das fehlende DB-Emblem, den angeschriebenen Namen „Clärchen“, den fehlenden Heizkessel sowie die leider fälschlicherweise ebenfalls rot lackierte Dachpartie.
Diesiges Wetter sowie glitschige Schienen brachten den Lokführer des mit zwölf Wagen doch recht schweren Zuges einige Male ins schwitzen. Auch 212 249 musste im steigungsreichen Westerwald Höchstleistungen erbringen. Aber das dürfte sie ja gewohnt sein, diente sie doch vom 30.05.1988 bis 30.01.2000 beim Bw Gießen und dürfte somit den Westerwald kennen.
Das Ergebnise des Tages: Nasse Hosen und Schuhe – hoffentlich keine Erkältung – sowie einige nette Motive, wenn auch alle ohne Sonne. Wie immer nur eine kleine Auswahl an dieser Stelle…

Der Tag begann wie so oft mit einem Fehlschlag. Der bekannte Fahrplan entpuppte sich als unbrauchbar (also doch: „Fahrpläne sind was für Anfänger“) und so wurde der Morgen mit einer kleinen Warterunde verbracht. Nachdem in Niederzeuzheim das Standardmotiv „abgefrühstückt“ (im wahrsten Sinne des Wortes) wurde, erlangten in der Nähe von Frickhofen meine Turnschuhe dank fehlender Bodenkonsistenz eine 10 cm-Aufstockung und mein Wagen ein komplettes Matschdesign… Nein, Hans-Peter, ich bin NICHT jedes Wochenende hier unterwegs ;-)

Westerburg wurde nur unter größten Anstrengungen mit ca. 5 km/h bei der Einfahrt erreicht. Nach dem Umsetzen nutzte die Mannschaft des Schotterzuges die Zeit für ein kleines Päuschen.

Und los geht die große Schotterfahrt. Der Abschnitt Berzhahn – Wilsenroth stand auf dem Programm, der insgesamt drei Mal befahren wurde. Nahe dem Haltepunkt Berzhahn gelang das einzige einigermaßen ausgeleuchtete Bild des Tages…

In Wilsenroth wurde eine Kreuzung abgewartet, ehe es – geschoben – wieder auf die Strecke ging. Auf diesem Bild ist die Steigung der Strecke gut zu erkennen.

Dank der Intervention des EBA steht das Wilsenrother Einfahrsignal wieder frei und ist damit wieder für Aufnahmen nutzbar. Ideen des EBA müssen also für Eisenbahnfreunde nicht immer negative Folgen haben ;-) 212 249 passiert mit ihrem Zug gerade das von einer Gartenbaufirma gefledderte Buschwerk.

Wenige Zeit später rollt der Zug wieder nach Wilsenroth hinab. Mh, Buschwerk weg, aber wer beseitigt den blöden Fernsprecher?

Und wieder folgte eine Kreuzung in Wilsenroth, dieses Mal mit dem bis auf die Fernscheinwerfer noch originalen 628 326, einer von nur noch zwei verbleibenden Triebwagen in der grün/weißen Farbgebung.

Und der nächste Anlauf…

So, jetzt haben wir das ESig aus allen Perspektiven :-)
Eigentlich sollten auf der Fahrt nach Limburg noch zwei weitere Motive folgen, ein nicht überholbarer LKW sorgte aber für zeitliche Verzögerungen… Da sag ich nur „Güter gehören auf die Bahn“.
Bye bye Clärchen!