Also das Wetter ist ja mal sowas von unberechenbar aktuell – ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄTZEND! Am Morgen noch Dauerregen klarte es im laufe des Tages unheimlich auf und am Abend war es sommerlich-sonnig. Pfffffffffffffffff…
Egal. Ein Termin in Bonn ließ mich am Morgen kurz in Vochem pausieren, aber die DE 12 war schon nach Kiel unterwegs. Da keiner einen Fahrplan hatte indiskretionieren wollen, gab es somit also keine Bilders. Geil waren die Herren Geschäftsführer, die dann anriefen und trotzdem Bilder sehen wollten. DOPPEL-Pffffffffffffffffffff!
Zu früh in der ehemaligen Bundeshauptstadt angekommen wurde sich noch etwas die Zeit nahe Hbf verdödelt. Mhhhhh, morgens könnte das ein interessantes Motiv sein. Nicht wunderschön, aber wo sonst in der Gegend?

Die Gegenrichtung könnte ohne Fahrdraht so hübsch(en) umgesetzt werden. *grummel*.
Da es nach dem Termin so nett aufgeklart hatte und ich zuuuuuuuuuuuuuuuuuhuuuuuuufällig via 555 kam, da nehmen wir doch gleich mal den Rundblick in Wesseling, wo noch ein paar Motive offen waren. Doch zuerst eine leckere „Frikka“ verdrückt und dann Richtung Osten an der Strecke entlang.

Sollte schon lange mal mit Sonne umgesetzt werden. Leider nur mit 25 mm aufgrund der BLÖDEN Fahrleitung (again!) machbar mit entsprechenden Verzerrungen. Cool war jedoch die Fahrung im Gegengleis – Jippy!

Irgendwie gar nicht an den Ätzi gedacht, zu spät bemerkt beim Rückgang zur Karre und Lixcht war auch weg – blöde.

Na, dann schauen wir uns doch mal nahe dem „Basell-Anschluss“ um. Ah, stimmt Glasi sollte auch noch kommen. Und wieder Gegengleis. Aha, strange… Ob das immer so is? Vsl nur ne Weichenstörung oder so.

Endlich auch mal dokumentiert: Das Hochsicherheitstor bei Basell. Am linken Ende befestigt sorgt ein Antrieb ca auf der halben Torläge für ein Verschwenken. Achso: Das ist übrigens der Hauptdarsteller des Tages!
Oh, von der Brücke hat man nachmittags einen schönen Blick. Den Ätzi natürlich vergeigt bei einem Telefonat. Nit so schlimm, denn kurz darauf kam die DE 74 längs. „Das war´s“ denke ich noch und dappele Richtung Auto. Doch die 74er hat angehalten. Ahaaaaaaaa, Basell-Bedienung. Klasse, habe ich noch nie aufgenommen!

Schnell zum Haltepunkt vorgerannt und ein paar „Billers“ abgegriffen. Lok zwar vor Mast aber ich wollt nicht noch fragen, ob die mal vorziehen…
Na, schnell wieder zurück ans Tor um die Einfahrt zu dokumentieren. Mhhhhhhhhhhh, 5 Minuten gewartet – niks tut sich. Ah, der Torbediener mit security-Juffel (bei der Toröffnung könnte ja was ins Werksgelände geschmuggelt werden ;-)) im Schlepp.
Die beiden frickeln am Bedienungskasten herum, die Weiche surrt und… Tor geht nicht auf! Fragende Gesichter, erst leichtes am-Tor-ruckeln, zunehmende Hektik, voller Körpereinsatz. Nichts. Weiche wird zurück gelegt. Man telefoniert, die Weiche wird erneut umgelegt und gleiches Prozedere wiederholt. Nichts. Inzwischen sind schon 15 Minuten um und die HGK-Mannschaft brät bestimmt ganz gut am Signal.
Ein dritter und kurz darauf vierter Mann erscheinen. 8 Hände und geschätzte 300 Kilo zerren, reißen drücken, fluchen. man beginnt zu mir rüberzuschauen („Was will der mit der Kamera? Tor-Sabotage dokumentieren?“ denkt man wohl). Der Vierte Schnauzbart verschwindet wieder, man beginnt arbeitsteilig in allem rumzukruschteln was nach Steuerung ausschaut. 30 Minuten sind vorbei und drei HGK-Mitarbeiter zum Verzehr geeignet ;-)

Die Handkurbel wird montiert und Schnauzi 1 lässt seine Hände mal nicht mehr nur in der Luft kreisen. Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsam und mit einigen Schweißperlen bezahlt öffnet sich die Luke. Ob ich Beifall klatschen sollte?

Weiche surrt, Lok fährt ein. Ein Spektakel!
Waghalsig schließt man die Türe – die Elektrik scheint wieder zu funzen. Die Lok rangiert umher und will nach Vochem ausfahren. Doch: Die böse Tür streikt erneut, „gewisse frische Erfahrungswerte“ sorgen für etwas zügigeres Kurbeln.
Und Ausfahrt. Noch ein Motiv im Kasten.
Also, ich finde das war genug Aufregendes für heute – heim geht´s.